Chemiekonzern
BASF steht vor Verkauf der Düngersparte

BASF hatte bereits angekündigt, seine Düngersparte zu verkaufen - jetzt hat der Chemieriese offenbar einen Abnehmer gefunden. Der norwegische Yara-Konzern könnte die Abteilung noch in diesem Jahr übernehmen.
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FrankfurtDer Chemiekonzern BASF befindet sich bei den Gesprächen über einen Verkauf seiner Düngemittelsparte offenbar auf der Zielgeraden. Die Verhandlungen sind nach Informationen aus Unternehmenskreisen inzwischen weit vorangeschritten und könnten bis Anfang des kommenden Monats abgeschlossen sein.

Käufer der Einheit mit 500 Millionen Euro Umsatz wird nach Informationen der Agentur Bloomberg voraussichtlich der norwegische Düngemittel-Konzern Yara sein. Als ernsthafter Interessent gilt auch die ägyptische Gruppe Orascom.

BASF hatte ihre Pläne zum Rückzug aus dem Düngemittelgeschäft Anfang März angekündigt und will die Transaktion bis Anfang 2012 abschließen. Zum Verkauf stehen Produktionsanlagen in Antwerpen und der BASF-Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen mit der französischen Total-Gruppe.

Die Produktion von Düngemittel auf Stickstoffbasis war Anfang des 20. Jahrhunderts ein wichtiger Schwerpunkt des Ludwigshafener Konzerns, spielt inzwischen aber nur noch eine ganz untergeordnete Rolle und zählt daher auch nicht mehr zum Kerngeschäft. Im Zuge der Ausstiegspläne hat die BASF im März auch ihre zehnprozentige Beteiligung am Düngemittelhersteller K+S verkauft.

Der norwegische Yara-Konzern gilt mit einem Umsatz von knapp neun Milliarden Euro als der weltweit führende Hersteller von Stickstoff-Düngern.

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