Chemiekonzern
BASF steigert den Gewinn

Der Chemieriese BASF hat seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Beim Umsatz übertraf der Konzern sogar die Analystenschätzungen. Für das Restjahr bekräftigte Vorstandschef Kurt Bock die Prognose.
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FrankfurtEin starkes Geschäft mit Kunststoffen für die Auto- und Bauindustrie hat BASF im zweiten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen erhöhte sich um zwei Prozent auf zwei Milliarden Euro, wie der Chemiekonzern am Freitag in Ludwigshafen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 2,12 Milliarden Euro etwas mehr erwartet. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um drei Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Damit übertraf der weltgrößte Chemiekonzern die Analystenschätzungen. Der Nettogewinn verharrte bei 1,27 Milliarden Euro.

Den Ergebnisanstieg verdankte BASF allein dem Geschäftsbereich Functional Materials & Solutions, zu dem etwa das Geschäft mit Autokatalysatoren, Lacken, technischen Kunststoffen und Produkten für die Bauindustrie gehören. Dort legte der Betriebsgewinn um knapp 29 Prozent zu, vor allem das Geschäft mit Kunststoffen für die Automobilindustrie florierte.

In allen anderen Geschäftsbereichen musste der Chemieriese Ergebniseinbußen hinnehmen. Besonders deutlich fiel der Gewinn in den Bereichen Performance Products, zu dem etwa das Geschäft mit Pigmenten gehört, sowie im Öl- und Gasgeschäft. Letzteres leidet vor allem unter dem gesunkenen Ölpreis.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Vorstandschef Kurt Bock die Prognose. „Wir wollen uns in einem volatilen und herausfordernden Umfeld gut behaupten und den Umsatz leicht steigern“, sagte er. Der bereinigte Betriebsgewinn soll das Vorjahresniveau von 7,357 Milliarden Euro erreichen. Für das wirtschaftliche Umfeld ist er weniger optimistisch als zuletzt. „Für das Gesamtjahr 2015 rechnen wir nunmehr mit einem etwas schwächeren Wachstum für die Weltwirtschaft sowie für die globale Industrie- und Chemieproduktion als noch vor sechs Monaten erwartet.“ Für die weltweite Chemieproduktion geht er nur noch von einem Anstieg von 3,8 Prozent statt bislang 4,2 Prozent aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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