Chemiekonzern
BASF steigert Gewinn und spart weiter

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF kämpft in einigen Segmenten mit Herausforderungen, doch vor allem der Gashandel stützt das Umsatzwachstum des Unternehmens. Vorstandschef Kurt Bock erwartet ein ruppiges Schlussquartal.
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DüsseldorfDie zuletzt schwachen asiatischen Währungen machen auch dem Chemiekonzern BASF zu schaffen. Dennoch konnte der Konzern den Umsatz in den zurückliegenden drei Monaten um 1,5 Prozent auf 17,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken Umsatzanstieg im Gashandel – dort gab es ein Plus von einem Viertel auf 3,1 Milliarden Euro. Neben der Produktion von Chemieprodukten und Kunststoffen, fördert der Konzern vor allem in Libyen Öl und Gas.

Eine Reihe von Sparmaßnahmen half gleichzeitig, den Gewinn zu steigern. Der Nachsteuergewinn legte von Juli bis September um 18,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu. In den ersten neun Monaten liegt die BASF damit aber noch leicht unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr strebt Konzernchef Kurt Bock aber weiterhin an, bei Umsatz und Vorsteuergewinn über dem Ergebnis des Jahres 2012 zu landen. „Das Umfeld wird voraussichtlich herausfordernd bleiben“, so Bock. 2012 standen Erlöse von 72,13 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 6,65 Milliarden Euro in den Büchern.

In einzelnen Bereichen hatte das Ludwigshafener Unternehmen in den vergangenen Quartalen Sparrunden eingeläutet. Derzeit wird der Bereich „Performance Products“ gestrafft, in dem unter anderem Farbpigmente produziert werden. Dort entsprächen „bei einigen Standardprodukten Wachstum und Ertragskraft noch nicht den Anforderungen“, hieß es in einer Mitteilung. Bis 2017 werden in dem Bereich 650 Stellen gestrichen. Unter anderem schließt die BASF ein Werk in Schottland und baut einen Betrieb in Frankreich um.

Gewinntreiber war die neue Sparte Functional Materials & Solutions, in denen der Konzern unter anderem die Geschäfte mit Abgas-Katalysatoren und Spezialkunststoffen für die Autobranche gebündelt hat. Schwächer entwickelte sich dagegen das Chemikaliengeschäft und auch in der Öl- und Gassparte ging das Ergebnis trotz des Umsatzanstiegs zurück.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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