Chemiekonzern
BASF treibt Spartenumbau voran

Mit dem Abbau von 260 Stellen weltweit treibt der Chemiekonzern BASF seinen Spartenumbau weiter voran. Der Standort Brattvag in Norwegen soll verkauft werden. So will sich der Konzern besser dem Markt anpassen.
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FrankfurtDer Chemieriese BASF forciert den Umbau seiner Sparte Performance Products mit dem Abbau von weiteren rund 260 Stellen weltweit. Die Jobs sollen bis Ende 2015 im Geschäft mit Substanzen für die Lebens- und Futtermittelbranche, für die Duft- und Aromenindustrie sowie für die Pharmaindustrie gestrichen werden, kündigte der weltgrößte Chemiekonzern am Freitag an. Diese Geschäfte sind bei BASF in der Teilsparte Nutrition & Health gebündelt, die zum Segment Performance Products gehört. Die Jobs sollen in der Produktion, im Marketing und in der Verwaltung abgebaut werden. Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen würden geführt. Weitere Schritte zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Sparte Performance Products würden geprüft.

„Durch diese Maßnahmen werden wir unser Geschäft besser auf die Markt- und Kundenbedürfnisse ausrichten und gleichzeitig unsere Profitabilität verbessern“, erklärte Nutrition & Health-Leiterin Saori Dubourg. Neben dem Stellenabbau plant der Konzern in Asien mit seinem malaysischen Partner Petronas eine Anlage für Citral, die 2016 an den Start gehen soll. Citral ist wegen seines Zitronenduftes Bestandteil vieler Aromen und Riechstoffe. Zudem will BASF seine Produktion im Geschäft mit Omega-3-Fettsäuren schlagkräftiger machen und plant deshalb den norwegischen Standort Brattvag zu verkaufen. Die Ludwigshafener hatte vor einigen Monaten den norwegischen Hersteller von Omega-3-Fettsäuren Pronova übernommen und damit ihr Geschäft mit Substanzen für die Gesundheits- und Ernährungsindustrie erweitert.

Mit dem Stellenabbau und dem Standort-Verkauf setzt BASF die Sanierungsschritte im Konzernbereich Performance Products fort, der 2013 unter fallenden Preisen und dem starken Euro gelitten hat. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) des gesamten Bereichs sank im vergangenen Jahr um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. BASF hatte in mehreren Schritten bereits Anlagen geschlossen, Stellen gestrichen und Geschäftsteile abgegeben. Zu dem Konzernbereich gehören eine Vielzahl unterschiedlichster Geschäfte: Substanzen für Körperpflege-Produkte und Kosmetik zählen ebenso dazu wie Kunststoff-Zusätze, Ölfeld-Chemikalien und Chemikalien für die Papierherstellung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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