Chemiekonzern
BASF verkauft Lederchemikaliengeschäft

Die niederländische Stahl Group erwirbt das BASF-Geschäft mit Lederchemikalien. Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen wird mittel- bis langfristig „signifikante Mengen“ an Lederchemikalien an Stahl liefern.
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FrankfurtDer Chemiekonzern BASF verkauft sein Geschäft mit Lederchemikalien an die niederländische Stahl Group. Im Gegenzug erhalten die Ludwigshafener eine Minderheitsbeteiligung von 16 Prozent an der Firma, wie BASF am Donnerstag mitteilte. Nach Angaben der französischen Beteiligungsgesellschaft Wendel, die Hauptanteilseigner bei Stahl ist, erhält BASF dafür zusätzlich rund 150 Millionen Euro.

Nach der Transaktion sinkt der Anteil von Wendel auf 63 von rund 75 Prozent, die Beteiligung des Schweizer Chemiekonzerns Clariant geht auf 19 von zuvor 23 Prozent zurück. Die übrigen Anteile fallen Minderheitseignern zu, darunter das Stahl-Management. Der Deal umfasst das weltweite BASF-Lederchemikaliengeschäft mit rund 210 Stellen sowie den Produktionsstandort für Lederchemikalien in Spanien. Der Abschluss des Verkaufs wird für das vierte Quartal erwartet.

Die Stahl Group ist ein Hersteller von Prozesschemikalien für Lederprodukte und Hochleistungsbeschichtungen. 2014 hatte sich die Gesellschaft bereits mit der Lederchemiesparte von Clariant zusammengetan. BASF will mittel- bis langfristig „signifikante Mengen“ an Lederchemikalien an Stahl liefern.

Nach dem Zusammenschluss der beiden Geschäfte kommt das niederländische Unternehmen nach eigenen Angaben 2016 pro Forma auf Umsätze von 850 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis (Ebitda) von mehr als 200 Millionen Euro. Das Lederchemikaliengeschäft von BASF kam nach Angaben von Wendel 2016 auf einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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