Chemiekonzern

BASF verkauft Teile des Pharmageschäfts

Der Chemieriese BASF hat angekündigt, sich von Teilen seines Pharmawirkstoffgeschäfts zu trennen. Wichtige Wirkstoff wolle der Konzern behalten. Weltweit sind rund 850 Stellen betroffen.
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Experimente im Proteinlabor des Pharmariesen: Die BASF trennt sich von Produktionsstandorten. Quelle: obs
In der Forschung

Experimente im Proteinlabor des Pharmariesen: Die BASF trennt sich von Produktionsstandorten.

(Foto: obs)

FrankfurtBASF trennt sich von Teilen seines Geschäfts mit Pharmawirkstoffen. Die Auftragssynthese und ein Großteil des gegenwärtigen Wirkstoffportfolios würden an die Schweizer Siegfried Holding verkauft, teilte der Chemiekonzern am Donnerstag in Ludwigshafen mit.

Wichtigere Wirkstoffe, bei denen BASF Marktführer sei, würden aber behalten. Dazu gehörten etwa Ibuprofen und Omega-3 Fettsäuren.

Im Rahmen der Transaktion trennt sich der Konzern auch von seinen Produktionsstandorten im nordrhein-westfälischen Minden, in Evionnaz in der Schweiz und im französischen Saint-Vulbas. Weltweit sind rund 850 Stellen betroffen. Es sei geplant, dass Siegfried alle Mitarbeiter übernehme. Der Unternehmenswert liegt bei rund 270 Millionen Euro.

Öl aus Libyen, Styropor und die Kompaktkassette
Firmengründer Friedrich Engelhorn
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Der Leuchtgasfabrikant Friedrich Engelhorn gründet im April 1865 in Mannheim mit Partnern die Aktiengesellschaft „Badische Anilin- & Soda-Fabrik“ (BASF). Sie soll aus Steinkohlenteer synthetische Farbstoffe gewinnen. Doch Mannheim bleibt Engelhein nur sehr kurz treu.

Konzession
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Denn Subventionen locken ihn schon unmittelbar nach Gründung nach Ludwigshafen. Datiert auf den 8. Mai 1865 ist eine Konzession für die Badische Anilin- und Soda-Fabrik.

BASF-Stammwerk 1866
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In den Anfangstagen reichte das Werk in Ludwigshafen noch nicht bis ans Rhein-Ufer. Doch die Schlote qualmten auch damals schon.

Auslandsexpansion
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Auch die Auslandsexpansion gehört schon früh zur Geschäftsstrategie von BASF. Das Bild zeigt eine Fabrik in Moskau im Jahr 1877.

Stammwerk Ludwigshafen, 1881
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Schon wenige Jahre nach der Gründung folgen die ersten Zukäufe. Sehr schnell übernehmen neben den Kaufleuten die Chemiker und Ingenieure eine tonangebende Rolle im Unternehmen – und treiben die Expansion mit bahnbrechenden Neuerungen voran, mit Herstellverfahren etwa für Farbstoffe, Schwefelsäure oder später dem Haber-Bosch-Verfahren, das die Düngemittelproduktion revolutionierte.

Werk in Ludwigshafen, 1901
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Das rasante Wachstum der Firma lässt sich am Wachstum des Werksgeländes in Ludwigshafen ablesen.

Forschung wird zum Erfolgsfaktor
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Aufbau einer Produktionsanlage im Jahr 1913 in Oppau, nahe Ludwigshafen. Ab 1908 beginnt die BASF nach grundlegenden Arbeiten des Karlsruher Professors Fritz Haber unter Leitung von Carl Bosch mit der Realisierung der Ammoniaksynthese im industriellen Maßstab.

  • rtr
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