Chemiekonzern
Clariant knickt unter Konjunkturflaute ein

Der Chemiekonzern Clariant wird seine Umsatzprognose nicht mehr halten können. Das gaben die Schweizer nun selbst bekannt. Seine mittelfristigen Ziele sieht das Unternehmen allerdings nicht in Gefahr.
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ZürichDie Wirtschaftsflaute in Europa hat auch dem Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant einen herben Gewinneinbruch beschert. "Die globale Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert, und das Wachstum in Schwellenmärkten konnte den Rückgang in Europa nicht mehr ausgleichen", sagte Konzernchef Hariolf Kottmann am Mittwoch. Die Umsatzprognose sei nicht mehr zu halten.

Im dritten Quartal fiel der Reingewinn um 40 Prozent auf 49 Millionen Franken. Damit reihte sich der der Baseler Konzern in die Riege großer Chemieunternehmen ein, die angesichts des härteren Wirtschaftsumfelds ihre Erwartungen zurückgenommen haben und teilweise mit massiven Stellenstreichungen reagieren.

Die Anleger reagierten prompt: In einem unveränderten Gesamtmarkt verloren die Clariant-Aktien zeitweise mehr als sechs Prozent auf 10,16 Franken. Der Vergleichsindex legte dagegen leicht zu.

Clariant steigerte zwar seinen Umsatz um drei Prozent auf 1,923 Milliarden Franken, doch war dies zum größten Teil auf Währungsgewinne und Preiserhöhungen sowie die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Rohstoffpreise zurückzuführen. "Die wirtschaftliche Entwicklung hat sich nicht so stabilisiert, wie wir das erwartet hatten," sagte Finanzchef Patrik Jany der Nachrichtenagentur Reuters.

Clariant bleibe daher mit den neuen Zielen leicht unter dem bisherigen Ausblick. So geht der Konzern für das Gesamtjahr nur noch von stagnierenden Umsätzen aus, wie Jany sagte. Bislang hatte Clariant ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen angestrebt.

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