Chemiekonzern
Finanzinvestor lädt CABB mehr Schulden auf

Rund 100 Millionen Euro lädt der Finanzinvestor Bridgepoint dem hessischen Chemiekonzern CABB auf. Der Kredit soll von der Commerzbank, der DZ Bank, von ING und Societe Generale organisiert werden.
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LondonDer Finanzinvestor Bridgepoint will dem hessischen Chemiekonzern CABB mehr Schulden aufladen. Banken zufolge geht es um rund 100 Millionen Euro, die sich Bridgepoint zum Teil als Sonderausschüttung auszahlen lassen will. Nach Angaben des Investors, der 2011 bei der Firma aus Sulzbach bei Frankfurt eingestiegen war, soll der Kredit von der Commerzbank, der DZ Bank, von ING und Societe Generale organisiert werden. Zum Umfang und zum Verwendungszweck des Darlehens wollte er sich am Mittwoch allerdings nicht äußern

Bridgepoint hatte zum Kauf der früheren Clariant-Tochter bereits 235 Millionen Euro an Krediten eingesetzt und zur Übernahme der 3i -Beteiligung Kemfine weitere 110 Millionen Euro aufgenommen. Diese Darlehen wurden dann CABB aufgebürdet. Doch war es dem Chemiekonzern gelungen, die Schulden bis Ende 2012 vom 3,8-Fachen des operativen Gewinns (Ebitda) auf das 2,5-Fache abzubauen. Für Unternehmen, die Private-Equity-Firmen gehören, ist das wenig. Finanzinvestoren steigern ihren Profit über den Einsatz von Fremdkapital, die Zinsen dafür zahlen die Unternehmen aus dem Gewinn. Mit den zusätzlichen 100 Millionen Euro würde die Verschuldungsquote auf das 4,5-Fache steigen. CABB beschäftigt 980 Mitarbeiter.

Zu schuldenfinanzierte Sonderdividenden - im Branchenjargon Rekapitalisierungen - greifen Finanzinvestoren immer dann, wenn eines ihrer Beteiligungsunternehmen besonders gut verdient oder wenn ein Verkauf der Beteiligung aufgrund mangelnder Angebote nicht möglich ist, die eigenen Kapitalgeber aber auf Ausschüttungen dringen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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