Chemiekonzern
Lanxess schrammt knapp an Verlust vorbei

Ein schwacher Dollar und fallende Preise für künstlichen Kautschuk drücken das Ergebnis von Lanxess. Der Nachsteuergewinn bricht um fast 90 Prozent ein. Konzernchef Axel Heitmann grenzt die Prognose für das Jahr ein.
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KölnEin Preisverfall im wichtigen Kautschukgeschäft und der starke Euro machen dem Chemiekonzern Lanxess zu schaffen. Der operative Gewinn (Ebitda) brach im dritten Quartal vor Sondereinflüssen um 26,4 Prozent auf 187 Millionen Euro ein, wie der Kölner Konzern am Dienstag mitteilte. Analysten hatten noch weniger erwartet. Der Nachsteuergewinn stürzte sogar um fast 90 Prozent auf elf Millionen Euro von Juli bis September.

Auch für die verbleibenden Wochen des Jahres bleiben die Aussichten trübe. Zwar ziehe der Absatz inzwischen wieder an, erklärte Konzernchef Axel Heitmann. „Dennoch ist es aus unserer Sicht immer noch zu früh von einer grundsätzlichen Erholung der Geschäfte zu sprechen.“ Das Marktumfeld in der Reifen- und Autobranche bleibe schwierig, die Konjunkturdynamik im vierten Quartal verhalten.

Lanxess-Chef Heitmann äußerte sich nun vorsichtiger zum Geschäftsausblick für das laufende Jahr als noch zuletzt. Das Chemieunternehmen erwartet für 2013 jetzt ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen einen operativen Gewinn von 710 bis 760 Millionen Euro. Bislang hatte sich der Dax-Konzern 700 bis 800 Millionen Euro zugetraut. Noch 2012 hatte ein Rekordergebnis von 1,2 Milliarden Euro in den Büchern gestanden.

Vor allem die Autokrise in vielen Teilen Europas setzt den Rheinländern augenblicklich zu. Lanxess ist der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk für die Reifenindustrie. Um die Erträge zu sichern, hatte Konzernchef Heitmann bereits ein Sparprogramm angeschoben, das auch den Abbau von 1000 der zuletzt 17.500 Stellen bis Ende 2015 vorsieht.

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