Chemiekonzern
Lanxess sucht Lösungen für Kautschuk-Geschäft

Lanxess könnte einem Medienbericht zufolge einen Teil seiner Kautschuksparte verkaufen. Lanxess äußert sich selbst dazu nicht. Die Aktien des Chemiekonzerns profitieren von der Meldung.
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Frankfurt/DüsseldorfDer Chemiekonzern Lanxess spricht Insidern zufolge mit zwei Interessenten über deren Einstieg bei seinem schwächelnden Kautschuk-Geschäft. Es gebe Gespräche mit der russischen Nizhnekamskneftekhim (NKNK) und der saudi-arabischen Saudi Aramco über den Verkauf eines Anteils an der Sparte, sagten zwei mit der Lage vertraute Personen am Montag. Der Konzern selbst teilte mit, Gespräche mit möglichen Partnern zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zu führen. Der Konzern betrachte „verschiedene strategische Optionen“ für das Kautschukgeschäft „beziehungsweise Teile davon“. Die Lanxess-Aktie legte darauf deutlich zu und war zu Handelsschluss mit einem Plus von 2,2 Prozent klar größter Gewinner im Dax.

Neue Wettbewerber, fallende Preise und Überkapazitäten im Markt für synthetischen Kautschuk hatten Lanxess - dem weltgrößten Produzenten von synthetischem Kautschuk für die Auto- und Reifenindustrie - zuletzt zu schaffen gemacht. Dagegen will sich der Konzern mit einer umfassenden Neuausrichtung stemmen, nun könnte es auch ein Gemeinschaftsunternehmen geben. Lanxess-Chef Matthias Zachert, der den Konzern seit April lenkt, verringert die Zahl der Sparten und überprüft alle Standorte. Der Konzern sondiert erklärtermaßen auch Allianzen für einzelne Geschäfte. Bis Ende 2016 sollen weltweit rund sechs Prozent aller etwa 16.700 Stellen wegfallen.

Branchenkreisen zufolge sind auch der indische Konkurrent Reliance sowie LyondellBasell auf Partnerschaften angesprochen worden. Lanxess hatte sich dazu nicht äußern wollen. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" berichtete am Montag ebenfalls, dass Lanxess möglicherweise einen Minderheitsanteil an der Kautschuksparte an Saudi Aramco verkaufen werde.

Im Segment Performance Polymers um das Kautschuk-Geschäft hatte Lanxess 2013 einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro erzielt. Ende 2013 waren dort knapp 5400 Menschen beschäftigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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