Chemiekonzern überwindet Liquiditätskrise
Rhodia bleibt unabhängig

Der Vorstandschef des französischen Spezialchemieanbieters Rhodia Jean-Pierre Clamadieu über Liquiditätskrisen, Übernahmeversuche und die Zukunft des Unternehmens.

HB DÜSSELDORF. Noch Anfang des Jahres stand Rhodia vor dem Abgrund. Obgleich die Konjunktur lahmt und es der Chemie generell nicht gut geht, haben Sie den Turnaround geschafft. Stand es um Rhodia etwa doch gar nicht so schlimm?

Leider doch! Wir befanden uns Ende letzten Jahres am Rande einer Liquiditätskrise. Heute ist unsere finanzielle Lage stabilisiert, obwohl noch viel zu tun bleibt. Unsere Kapitalerhöhung ist zu guten Konditionen erfolgt. Wir haben 471 Mill. Euro Kapital aufgebracht, statt wie geplant 300 Mill. Euro.

Noch mehr hat die geglückte Ausgabe einer hochverzinslichen Anleihe durch Ihr stark verschuldetes Unternehmen überrascht.

Wir haben in der Tat 700 Mill. Euro am Markt platziert statt wie vorgesehen 600 Mill. Euro. Und das, obwohl sich die Bedingungen für Hochzinsanleihen drastisch verschlechtert hatten.

Hat Rhodia jetzt genug Eigenmittel und genug Finanzspielraum für die nächste Zeit - oder wann müssen Sie den Markt das nächste Mal anzapfen?

Wir haben zunächst das Risiko einer Liquiditätskrise von unserer Gruppe abgewendet. Jetzt liegen unsere nächsten Fälligkeitstermine 2006 - wir meinen, sie sind unproblematisch. Erst 2009 sind wieder größere Rückzahlungen fällig. Wir haben also Zeit gewonnen, die wir jetzt nutzen müssen, um die Ertragskraft der Gruppe zu verbessern. Unsere Eigenmittel sind gegenüber den Schulden schwach - und das wird wohl noch für längere Zeit so bleiben.

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