Chemiekonzern
Wacker bleibt auf Wachstumskurs

Die Produkte von Wacker Chemie verkaufen sich blendend. Der Umsatz steigt im ersten Quartal auf mehr als 1,3 Milliarden Euro an. Doch es gibt auch Baustellen: Die Zukunft einer Tochter ist weiter ungewiss.
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MünchenDer Spezialchemiekonzern Wacker hat seine Prognose für das laufende Jahr wegen guter Nachfrage aus der Solar- und Chipindustrie leicht aufgestockt. Der Umsatz werde voraussichtlich um ein Zehntel zulegen, das Betriebsergebnis (Ebitda) auf vergleichbarer Basis leicht anziehen, teilten die Münchner am Donnerstag mit.

Im ersten Quartal nahm Wacker dank gestiegenen Absatzes von Solarsilizium und Halbleiterwafern deutlich mehr ein als vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um gut 15 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Der Gewinn des auf Silikon und Silizium spezialisierten Unternehmens legte um ein Zehntel auf 70,6 Millionen Euro zu.

„Die Nachfrage nach unseren Produkten ist weltweit groß. Zusätzlich helfen uns die positiven Währungseffekte. Der gute Auftakt stimmt uns optimistisch, dass sich unser operatives Geschäft im Verlauf des Jahres weiter positiv entwickeln wird“, erklärte Vorstandschef Rudolf Staudigl.

Die Tochter Siltronic, für die Wacker eine Abspaltung erwägt, steigerte ihre Kennzahlen überdurchschnittlich. Ihr Umsatz mit Siliziumscheiben für die Chiphersteller, sogenannten Wafern, legte um 17 Prozent auf 239 Millionen Euro zu. Der Betriebsgewinn (Ebitda) habe sich wegen des starken Dollars und höhere Absatzmengen trotz rückläufiger Preise mehr als verdoppelt und 40 Millionen Euro erreicht.

Zur Zukunft von Siltronic äußerte sich Wacker am Donnerstag nicht. Das Management brüten derzeit über die Pläne mit der Tochter. Das Geschäft mit Wafern gilt als schwierig und stark schwankungsanfällig. Die meisten Konkurrenten sitzen in Korea und Japan.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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