Chemiekonzern
Wackers Ausblick enttäuscht

Der Chemiekonzern Wacker Chemie stellt sich nach dem Rekordjahr 2008 wegen der Wirtschaftskrise für 2009 auf einen Abschwung ein. Die Zahlen erfüllten zwar die Erwartungen, ein Händler sagte aber: "Der Ausblick ist nicht richtig befriedigend."

HB MÜNCHEN/FRANKFURT. Aus heutiger Sicht werde Wacker im laufenden Geschäftsjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) die Vorjahreswerte nicht erreichen, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in München mit. Wie stark der Rückgang ausfallen werde, könne noch nicht genau prognostiziert werden. Wacker reagierte bereits auf den Nachfrageeinbruch im vierten Quartal 2008 mit unterschiedlichen Maßnahmen wie etwa Kurzarbeit und Kosteneinsparungen.

Die Dividende für 2008 kürzten die Münchener auf 1,80 Euro je Aktie. Ein Jahr zuvor hatte Wacker eine Dividende von 2,25 Euro und eine Bonuszahlung von 0,75 Euro je Aktie an seine Aktionäre ausgeschüttet. Trotz des schwachen vierten Quartals schloss Wacker Chemie das Gesamtjahr 2008 mit Rekorden ab und erfüllte damit die eigenen Prognosen. Der Umsatz kletterte 2008 den Angaben zufolge nach vorläufigen Zahlen um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das Ebitda betrug 1,06 (1,00) Milliarden Euro.

Laut einer Händlereinschätzung trafen die Zahlen bis auf den Umsatz genau die Erwartungen der Analysten. Er gehe wegen des Ausblicks aber von einem schwächeren Handelsauftakt für die Papiere aus.

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