Chemieriese
Evonik will Milliarden-Kapitalerhöhung

Evonik will einen Vorratsbeschluss für eine milliardenschwere Kapitalerhöhung fassen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen Aktionären vor, das Grundkapital zu erhöhen. Derweil könnte der Konzern größere Zukäufe stemmen.
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DüsseldorfDer nach Zukäufen Ausschau haltende Chemieriese Evonik will bei seiner Hauptversammlung im Mai einen Vorratsbeschluss für eine milliardenschwere Kapitalerhöhung fassen lassen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen den Aktionären in der am Montag veröffentlichten Einladung zu dem Treffen vor, die Möglichkeit zu schaffen, das Grundkapital um bis zu 25 Prozent zu erhöhen. Nach derzeitigem Kurs entspricht dies rund 3,3 Milliarden Euro. Bei Übernahmen könne auch das Bezugsrecht der Aktionäre in Falle einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen ausgeschlossen werden, heißt es weiter. Die Aktionäre sollen am 20. Mai in Essen über die Vorratsbeschlüsse abstimmen. Viele Großkonzerne verfügen über solche Regelungen, um im Fall von Kaufgelegenheiten schnell handeln zu können.

Evonik könnte auch größere Zukäufe stemmen, wenn diese zum Konzern passten und der Preis realistisch sei, hatte Konzernchef Klaus Engel im März gesagt: "Vieles ist möglich." Evonik hatte 2013 dank Immobilienverkäufen seine Schulden abgebaut.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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