Chemieriese
Evonik will stärker auf Einkaufstour gehen

Um seine Geschäfte anzutreiben will Evonik in Zukunft mehr Zukäufe machen. Dabei mangelt es dem Chemiekonzern nicht an finanziellen Möglichkeiten. Es gibt viel Spielraum und das Interesse an größeren Übernahmen.
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FrankfurtDer Spezialchemiekonzern Evonik will seine Geschäfte künftig noch stärker durch Zukäufe vorantreiben. Ein paar kleine Übernahmen würden derzeit geprüft „und könnten bereits im restlichen Jahr 2014 realisiert werden“, sagte Konzernchef Klaus Engel am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. „Größere Übernahmen werden nicht ausgeschlossen.“ Sie passierten aber nicht auf Knopfdruck. Die Bilanz des Konzerns biete momentan erheblichen Spielraum. „Wir sind finanziell in der Lage, bedeutende mittelgroße Zielunternehmen zu erwerben.“ Unter mittelgroß verstehe er Zukäufe im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro. Auch ein Tausch von Geschäften sei möglich.

Zu Medienberichten über ein Interesse an der Bayer-Kunststoffsparte MaterialScience wollte sich Engel nicht äußern. „Wir haben alle Zeit hier ruhig zu bleiben und werden hier nicht in irgendwelche Abenteuer rennen.“ Evonik wolle aber nicht an der Seitenlinie stehen, während sich die Branche weiter konsolidiere.

Zu dem mehrjährigen Investitionsprogramm des Konzerns von mehr als sechs Milliarden Euro für die Jahre 2012 bis 2016 sagte der Evonik-Chef: „Das ist nicht in Stein gemeißelt.“ Unter anderem wegen der Verzögerung von Projekten könnte das Programm am Ende um zehn bis 15 Prozent geringer ausfallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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