Chemiespezialist: H&R macht 14 Millionen Euro weniger Gewinn

Chemiespezialist
H&R macht 14 Millionen Euro weniger Gewinn

Die Krise in der Autoindustrie belasten den Gewinn der Spezialchemiefirma H&R. Im vierten Quartal sank der Betriebsgewinn auf zwei Millionen Euro. Der Umsatz ließ nicht ganz so stark nach.
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HamburgDer Konjunkturabschwung und gestiegene Rohstoffkosten haben den Betriebsgewinn der Spezialchemiefirma H&R einbrechen lassen. Wie das Unternehmen aus dem niedersächsischen Salzbergen am Freitag mitteilte, blieb im Zeitraum Oktober bis Dezember nur ein kleiner Betriebsgewinn von zwei Millionen Euro. Vor Jahresfrist hatten noch 16 Millionen Euro zu Buche gestanden. Der Umsatz schrumpfte weniger stark auf 283 (Vorjahr: 302,7) Millionen Euro.

Ein leicht verbessertes Ergebnis im internationalen chemisch-pharmazeutischen Geschäft habe den Rückgang bei Präzisions-Kunststoffteilen und im Inlandsgeschäft nicht wettmachen können, berichtete der Vorstand auf Grundlage vorläufiger Zahlen. Wegen des Gewinneinbruchs im Schlussquartal werde der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibung (Ebitda) 2012 nur rund 48 Millionen Euro betragen, nur etwa halb so viel wie im Vorjahr. Der Umsatz lag mit etwa 1,2 Milliarden Euro in der Spanne, die sich H&R selbst zum Ziel gesteckt hatte.

H&R hatte bereits im Herbst davon gesprochen, dass die Krise der Automobilindustrie sich in der Kunststoffsparte bemerkbar mache. Der Rückgang der Aufträge werde sich voraussichtlich bis zum Jahresende fortsetzen. Nun kamen offensichtlich Probleme im Kerngeschäft mit chemisch-pharmazeutischen Stoffen im Inland hinzu. Der Bereich stellt aus Rohöl unter anderen Paraffin, Weichmacher für die Reifenindustrie, Grundöle sowie Chemikalien für die Bauindustrie her. Details will das Unternehmen am 20. Februar nennen.

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