Chemikalienhändler
Brenntag kämpft mit Lateinamerika-Schwäche

Der Chemikalienhändler Brenntag steigert seinen operativen Gewinn deutlich. Doch in Lateinamerika schwächt sich das Geschäft im dritten Quartal deutlich ab. Das schlägt auf die Jahresprognose durch.
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FrankfurtSchwächere Geschäfte in Lateinamerika und die Stärke des Euro stimmen den Chemikalienhändler Brenntag vorsichtiger. Der weltgrößte Chemielogistik-Konzern grenzte am Mittwoch zur Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal seine Ergebnisprognose für dieses Jahr ein. Brenntag erwartet für 2013 jetzt nur noch einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) - Einmaleffekte herausgerechnet - von 710 bis 725 Millionen Euro. Zuletzt hatte das Mülheimer Unternehmen noch 710 bis 735 Millionen Euro angepeilt.

Brenntag handelt mit Industrie- und Spezialchemikalien und übernimmt all die Logistik-Aufgaben, um die sich die Chemiekonzerne selbst nicht mehr kümmern wollen. Der Chemikalienhändler hatte wegen der unsicheren Konjunkturlage bereits im August vor einer langsameren Geschäftsentwicklung gewarnt.

Im dritten Quartal baute Brenntag seinen operativen Gewinn um 9,1 Prozent auf 183,2 Millionen Euro aus und traf damit die Schätzungen der Analysten. Von Juli bis September setzte der Konzern 2,49 Milliarden Euro um - ein schmales Plus von 0,6 Prozent binnen Jahresfrist. Der Überschuss nahm um 1,9 Prozent auf 81 Millionen Euro zu.

Während Brenntag in Europa seinen operativen Gewinn deutlich steigerte und auch in Nordamerika und Asien trotz des starken Euro ein leichtes Ergebnisplus erzielt wurde, sank das operative Ergebnis in Lateinamerika um 11,5 Prozent.

„Die Gesamtwirtschaft in Lateinamerika hat sich im dritten Quartal 2013 weiter abgeschwächt“, erklärte das Management. Das habe auch Brenntag zu spüren bekommen. Das Unternehmen habe aber bereits Schritte eingeleitet um gegenzusteuern. Verbesserungen würden daher bald sichtbar werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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