Chemikalienhändler
Brenntag verdient weiter kräftig

Brenntag verdient wegen einer starken Nachfrage weiter kräftig mit Chemikalien: Umsatz und Gewinn konnte der Konzern deutlich steigern. Den Ausblick für 2011 hat das Unternehmen konkretisiert
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Mülheim/RuhrDie anhaltend hohe Nachfrage nach Chemikalien rund um den Globus sorgt für gute Stimmung bei Brenntag. Der Betriebsgewinn (operatives Ebitda) kletterte im zweiten Quartal um 9,6 Prozent auf 167,7 Millionen Euro, wie der weltgrößte Chemikalienhändler aus Mühlheim an der Ruhr mitteilte. Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro und traf damit ebenso wie das Ergebnis die Erwartungen der Analysten.

Brenntag reiht sich damit mit BASF, Dow Chemical und DuPont in die Liste der Konzerne ein, die dank des weltweiten Konjunkturaufschwungs mehr Gewinn einfahren. Das Unternehmen, das im Gegensatz zu klassischen Chemiekonzernen von Lieferanten große Mengen Chemikalien erwirbt und sie in bedarfsgerechten Größen weiterverkaufte, legte dabei in allen Weltregionen deutlich zu. Besonders hoch waren die Zuwächse erneut in der Region Asien und Pazifik, wo Brenntag seinen Betriebsgewinn vervierfachte.

Unter dem Strich blieben beim Gewinn 67,6 Millionen Euro. Dazu beigetragen haben vor allem geringere Abschreibungen und niedrigere Finanzierungskosten, hieß es. Im Vorjahr hatte das Nettoergebnis 38,7 Millionen Euro betragen. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern ein operatives Ebitda von 650 bis 670 Millionen Euro (2010: 602,6 Millionen Euro) und legt sich damit erstmals auf eine konkrete Spanne fest. Bisher hatte Brenntag lediglich erklärt, alle relevanten Ergebniskennzahlen verbessern zu wollen. Die Prognose gelte im aktuellen makroökonomischen Umfeld und unter der Annahme, dass es bis Jahresende keine größeren Veränderungen des Dollarkurses im Vergleich zum ersten Halbjahr geben, erklärte der Konzern.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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