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Chevrolet gegen Ford: Transformers-Camaro siegt im Muscle-Car-Duell

Im ewigen Muscle-Car-Duell mit dem Ford Mustang liegt der Chevrolet Camaro von General Motors vorne. Diesen Erfolg verdankt GM auch den Transformers-Spielfilmen, in denen ein gelber Camaro eine prominente Rolle spielt.

Autogeschichte Der Mustang - die Legende von Ford

Ein Schauspieler, ein Film, ein Auto. Spätestens seit sich Steve McQueen 1968 in dem Krimi Bullit in den Straßen von San Francisco eine 9 Minuten und 42 Sekunden lange Verfolgungsjagd, ist er eine Popikone, der Ford Mustang. Vor gut 45 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des Mustangs - durch und durch amerikanisch wie ein Big Mac oder eine Coca Cola. Weltweit steht der Ford Mustang für den American way of Life. Und er hat viel mitgemacht - die Ölkrise genauso wie das ein oder andere gewagte Designexperiment. Handelsblatt.com zeigt Amerikas Autoikone - und ihre vielen Facetten. Foto: PR

Helikopter rauschen durchs Bild, Raketen explodieren, Wolkenkratzer werden in Schutt und Asche gelegt, und mittendurch braust ein gelber Sportwagen, der sich schließlich in einen Roboter verwandelt und eine Häuserwand emporklettert. Rasante Filmszenen wie diese machen die Roboter-Saga Transformers an den Kinokassen zu Blockbustern - und bescheren dem Autobauer General Motors einen grandiosen Werbeeffekt. Denn der gelbe Sportwagen ist im Film die populäre Roboterfigur Bumblebee - und im wahren Leben ein Chevrolet Camaro.

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Für Rick Scheidt, Vize-Marketing-Chef bei General Motors, ein echtes Geschenk. "Das Transformers-Franchise hat dazu beigetragen, dem Camaro - und Chevrolet gleich mit - eine ganz neue Generation von Fans zu bescheren", sagt Scheidt. Der Rolle des Autos in den Filmen sei es mit zu verdanken, dass der Camaro zum meistverkauften Sportwagen Amerikas und zu einem der bekanntesten Autos weltweit aufgestiegen sei. Seinen ersten Transformers-Auftritt hatte der knallgelbe Wagen mit den schwarzen Rallye-Streifen 2007. Viel entscheidender für GM war aber die Fortsetzung "Transformers: Revenge of the Fallen" im Jahr 2009, als der Autobauer nach sieben Jahren wieder einen neuen Camaro auf den Markt brachte.

Seitdem hat sich der Camaro für GM zu einer großen Erfolgsgeschichte entwickelt - vor allem mit Blick auf die direkte Konkurrenz, den Ford Mustang. Seit den 60er Jahren bekriegen sich die beiden Erzrivalen im prestigeträchtigen Marktsegment der Muscle-Cars, das die US-Autobauer nicht etwa wegen der Absatzzahlen von hohem Wert ist. "Große Volumina soll und muss ein solcher Sportwagen nicht bringen", sagte Chevrolet-Europa-Chef Wayne Brannon auf dem Autosalon in Genf zu Handelsblatt Online. " Ein Auto wie der Camaro hat einen hohen Imagefaktor und repräsentiert das, was die Kunden an der Marke Chevrolet am meisten mögen." Ein Blick auf die Verkaufszahlen zeigt, dass Brannon da nicht gar so falsch liegen kann, vor allem im Vergleich zu Fords Mustang, eigentlich der amerikanischen Auto-Ikone schlechthin.

Die hat Chevrolet mit seinem Camaro inzwischen allerdings schon deutlich abgehängt. Seit 1986 war der Mustang laut der Beratungsfirma Ward's AutoInfoBank das meistverkaufte Sportauto der USA. Damit ist es seit dem vergangenen Jahr vorbei. 2010 verkaufte GM 81.299 Camaros, Ford 73.716 Mustangs. Und der Abstand wird immer größer. Bis Mai hat Chevrolet bereits 33 Prozent mehr Camaros verkauft .

Pontiac Vom „Muscle Car“ zum hässlichsten Auto der Welt

Berühmt wurde die GM-Marke Pontiac mit ihren so genannten "Muscle Cars", schnittigen und PS-starken Mittelklasse-Coupés. Die Erfolgsstrategie der Angeberkarren: sportliches Design, starker V8-Motor und vergleichsweise kleiner Preis. Diese simple, aber effektive Strategie machte Pontiac in den 1960er, 1970er und 1980er Jahren zum Kultauto, vor allem bei Jugendlichen. Ein Klassiker war der Pontiac GTO, der 1964 auf den Markt kam (Foto). Pontiacs Werbebotschaft der 80er Jahre passte zur Strategie: "We Build Excitement." Foto: PR

"Der Camaro fühlt sich moderner an und scheint eine jüngere Altersgruppe anzuziehen", wagt Autoanalyst Jeff Schuster von J.D. Power im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg einen Erklärungsversuch. Und auch er ist sich sicher, dass "die Verbindung mit den Transformern wirklich dabei geholfen hat, die Marke Camaro neu zu entwickeln".

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