Chevron: Ölkonzern setzt Rotstift an

Chevron
Ölkonzern setzt Rotstift an

Der US-Ölkonzern Chevron muss seine Investitionen deutlich zurückschrauben – um 13 Prozent. Das liegt vor allem an den rasant gesunkenen Ölpreisen. Die Aktie sackte daraufhin schon leicht ab.
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WillistonNach Shell und BP setzt auch der US-Ölkonzern Chevron den Rotstift an. Das kalifornische Unternehmen teilte am Freitag mit, die Investitionen dieses Jahr um 13 Prozent auf 35 Milliarden Dollar zu kürzen. Zudem setzte das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm für dieses Jahr aus. Damit reagiert die Nummer zwei in den USA auf den rasanten Rückgang der Ölpreise, die seit Juni um rund 60 Prozent gefallen sind. Dies setzt immer mehr Firmen unter Druck. Die britisch-niederländische Royal Dutch Shell zum Beispiel will über drei Jahre 15 Milliarden Dollar weniger ausgeben. Der weltgrößte Anbieter von Dienstleistungen zur Ölförderung, der US-Konzern Schlumberger, streicht 9000 Arbeitsplätze, rund sieben Prozent der Belegschaft.

Im vierten Quartal 2014 verdiente Chevron zwar mehr als von Analysten erwartet. Der Nettogewinn brach dennoch um 30 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar ein. Neben dem Ölpreisverfall lastete der starke Dollar auf dem Ergebnis.

Angesichts der veränderten Marktbedingungen werde der Konzern in diesem Jahr keine Aktien zurückkaufen, sagte Chevron-Finanzchef Pat Yarrington bei einer Investorenkonferenz. 2014 hatte der Konzern eigene Papiere für fünf Milliarden Dollar erworben. Die Aktie gab an der Wall Street bis zum Mittag rund drei Prozent nach.

Auch der französische Total -Konzern kündigte Einsparungen an. Der neue Firmenchef Patrick Pouyanne sagte der Zeitung "Le Monde", die Ausgaben zur Ölförderung würden dieses Jahr um 30 Prozent heruntergefahren. In den vergangenen beiden Jahren habe Total dafür 2,8 Milliarden Dollar aufgewendet.

Shell korrigierte seine am Donnerstag vorgelegten Zahlen nach unten. Aufgrund eines Bewertungsfehlers müsse der den Aktionären zurechenbare Gewinn im vierten Quartal auf 595 Millionen Dollar von zuvor 773 Millionen Dollar berichtigt werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Gesamtjahresgewinn betrage 14,87 Milliarden Dollar statt der ursprünglich mitgeteilten 15,05 Milliarden Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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