China
Bayer treibt Entwicklung von Augenheilmittel voran

Das vielversprechende Präparat soll nun in China an Patienten getestet werden. In zwei Jahren soll die Studie abgeschlossen sein. Auf die Verkündung reagierte auch die Aktie des Chemie- und Pharmakonzerns.
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FrankfurtBayer und der US-Konzern Regeneron forcieren die Entwicklung ihres neuen Augenheilmittels im Wachstumsmarkt China. Das Präparat VEGF-Trap-Eye solle nun an 300 Patienten zur Behandlung der altersbedingten, feuchten Makuladegeneration (AMD) getestet werden, teilte Bayer am Montag in Berlin mit. Bei AMD setzt eine krankhafte Gefäßneubildung auf dem Augenhintergrund ein, was die Netzhaut angreift. Die Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für die Erblindung älterer Menschen. In China wurden 2010 Bayer zufolge etwa 540.000 neue Fälle von AMD bei über 50-Jährigen diagnostiziert. Einer Sprecherin zufolge soll die Phase-III-Studie im Reich der Mitte 2014 abgeschlossen werden.

An der Börse konnte Bayer mit der Nachricht punkten. Die Bayer-Aktie gewann in einem festen Gesamtmarkt mehr als zwei Prozent.

VEGF-Trap-Eye ist neben dem Gerinnungshemmer Xarelto eine der wichtigsten Neuentwicklungen von Bayer. Der Konzern traut dem Präparat in der Spitze Jahresumsätze von 250 bis 500 Millionen Euro zu. Damit liegt es allerdings weit hinter Xarelto zurück, das in der Spitze Jahresumsätze von mehr als zwei Milliarden Euro in die Kasse bringen soll.

In den USA hatte vor wenigen Tagen die US-Gesundheitsbehörde das Präparat, das dort „Eylea“ heißt, zur Behandlung der AMD genehmigt. Dort hat allerdings der US-Partner Regeneron die Rechte an dem Mittel. Die Vermarktung außerhalb der USA liegt bei Bayer, die Einnahmen sollen zwischen den Unternehmen geteilt werden. In Europa und Japan wartet Bayer auf die Freigabe durch die Behörden. Das wichtigste Eylea-Konkurrenzprodukt ist Lucentis von Roche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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