China-Blei
Mattel steht angeblich vor zweitem Spielzeug-Rückruf

Der US-Spielzeugriese Mattel steht einer Zeitung zufolge vor einem zweiten Rückruf von hunderttausenden Spielzeugen chinesischer Herstellung. Nach der ersten Aktion hatte der Chef des Herstellers Selbstmord begangen.

HB NEW YORK. Wie das „Wall Street Journal“ in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise berichtete, sei darunter ein Spielzeugauto, das Blei enthalten könnte. Ein Mattel-Sprecher war zunächst nicht zu erreichen.

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche weltweit etwa 1,5 Mill. Spielzeuge eines chinesischen Lieferanten zurückgerufen. In den USA sind bereits erste Klagen eingereicht worden.

Nach der ersten Rückruf-Aktion hatte der Chef eines chinesischen Spielzeugunternehmens Selbstmord begangen. Zhang Shuhong von der Firma Lida Toy Company sei am Wochenende erhängt in seiner Fabrik in der Provinz Guangdong aufgefunden worden, berichtete am Montag die Tageszeitung „Southern Metropolitan“.

Die Produkte waren zurückgerufen worden, weil sie vermutlich mit bleihaltiger Farbe behandelt worden waren. Auch in Deutschland waren Spielzeuge der Mattel-Marke Fisher-Price von der Rückholaktion betroffen. Die chinesischen Behörden untersagten Lida daraufhin den Export. Von dem Unternehmen äußerte sich zunächst niemand zu dem Todesfall.

In China hat es jüngst mehrere Skandale im Zusammenhang mit der Sicherheit von Lebensmitteln und weiteren Gütern gegeben. Die Behörden bezeichneten das im Land hergestellte Spielzeug vergangene Woche jedoch trotz des Mattel-Rückrufs als grundsätzlich sicher.

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