China
Chinas Stahlkocher fordern billiges Eisenerz

Chinas Stahlproduzenten ist der Preis für Eisenerz zu hoch. In den laufenden Verhandlungen mit den Rohstoffkonzernen fordern sie indirekt eine Preisreduzierung um rund 80 Prozent. Deutsche Hersteller begrüßen den Vorstoß.

DÜSSELDORF. Chinas Stahlproduzenten drängen auf eine zügige Senkung der Eisenerzpreise. In den laufenden Verhandlungen mit den Rohstoffkonzernen sei nach einem großen Preisabschlag gefragt worden, teilte der chinesische Stahlverband mit. Ein Sprecher ergänzte: "Die Erzpreise sollten sich an den Stahlpreisen orientieren, die auf den Stand von 1994 gefallen sind". Indirekt fordert der Verband damit eine Preisreduzierung von rund 80 Prozent.

Zudem sollen die neuen Jahresverträge bereits zum 1. Januar in Kraft treten und nicht wie bislang üblich zum April, was die Kunden der Minenbetreiber BHP Billiton, Rio Tinto und Vale do Rio Doce entlasten würde. Es sei offensichtlich, dass aufgrund hoher Lagerbestände viele Unternehmen kein Eisenerz bis März importieren müssten, sagte der Verbandssprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg. China ist der weltweit größte Hersteller von Stahl, allerdings verbuchte die Industrie im Oktober einen Produktionseinbruch von knapp 20 Prozent.

Die Stahlhersteller können sich bei den laufenden Gesprächen erstmals seit sieben Jahren auf einen Rückgang der Rohstoffpreise einstellen. Grund ist die lahmende Weltkonjunktur, die zu einer geringeren Stahlnachfrage geführt hat. Als Reaktion darauf, haben die meisten Hersteller ihre Stahlproduktion um rund ein Drittel verringert und daher ihren Rohstoffeinkauf eingeschränkt. Nach Einschätzung von Analysten könnten die Bezugskosten für Eisenerz um bis zu 30 Prozent sinken.

Die Rohstoffkonzerne halten sich zu den laufenden Gesprächen mit ihren Kunden bedeckt. Ein Sprecher von Rio Tinto betonte lediglich, dass die Jahresverträge bis zum April kommenden Jahres gültig seien.

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