China-Geschäft floriert
VW rechnet mit Absatzrekord

Europa hält sich hartnäckig als Bremse, doch China treibt Volkswagen in der Absatzbilanz weiter zu neuen Höhenflügen. Schon drei Monate vor Jahresende scheint der neue Verkaufsrekord der Wolfsburger praktisch ausgemacht.
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WolfsburgEuropas größtem Autobauer Volkswagen scheint zum Start des letzten Quartals ein neuerlicher Absatzrekord kaum noch zu nehmen. In den ersten drei Vierteln des laufenden Jahres verkaufte der Mehrmarkenkonzern weltweit bereits 7,03 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, wie der Dax-Riese am Freitag mitteilte. Aufs Neue zeigte sich die große Abhängigkeit vom entscheidenden Markt China.

Im Gesamtjahr 2012 waren bei den Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus der Konzernfamilie 9,143 Millionen Einheiten zusammengekommen - es fehlen nun also in den letzten drei Monaten des Jahres noch gut zwei Millionen, um diese Marke zu übertreffen.

Mit dem bisherigen durchschnittlichen Monatsabsatz 2013 dürfte VW rechnerisch bis Ende Dezember auf 9,4 Millionen Verkäufe kommen, was gegenüber den gut 9,1 Millionen zuvor ein sichtbarer Sprung wäre. Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Sportwagenbauer Porsche die Rechnung mit gut 150.000 Autos pro Jahr stützt. Er zählt erst seit Sommer 2012 komplett zu VW.

Im Einzelmonat September kamen die Wolfsburger so wie bei ihrer Kernmarke VW-Pkw auch konzernweit auf einen starken Verkaufsmonat. 856.900 abgesetzte Fahrzeuge bedeuten sieben Prozent Zuwachs gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Vertriebschef Christian Klingler betonte die breite internationale Aufstellung als Erfolgsrezept.

Das Plus der aktuellen Neun-Monats-Bilanz lautet 4,8 Prozent. Während Europa nach wie vor leicht im Minus liegt, hält Volkswagen auf seinem wichtigsten Einzelmarkt China den satten Zuwachs aufrecht. Er liegt per September bei 18 Prozent. China steht mit seinen 2,35 Millionen für ein Drittel vom gesamten Absatz.

Volkswagen wächst dort schneller als der Gesamtmarkt: Die Pkw-Kernmarke mit dem VW-Logo verbuchte seit Jahresanfang wie der gesamte Konzern ein Plus von rund 18 Prozent auf 1,79 Millionen. Audi legte sogar um 20,6 Prozent zu auf 358.200 Einheiten. VW-China-Chef Jochem Heizmann erklärte den Erfolg unter anderem mit dem Fokus auf spritsparende Modelle. Konzernvertriebschef Klingler betonte, dass das Unternehmen noch nie zuvor in drei Quartalen mehr als sieben Millionen Fahrzeuge losschlug. Dieser neue Bestwert sei trotz der „anhaltenden Unsicherheiten im Euroraum“ auch dank des breiten Gegengewichtes in Übersee geglückt.

Im kompletten vergangenen Jahr hatte der Konzern zusammen mit den Lastern und Bussen gut 9,3 Millionen Einheiten verkauft. Dieses Jahr sollen die 9,5 Millionen geknackt werden. Global gesehen verkaufen nur Toyota (Japan) und General Motors (USA) noch mehr als Volkswagen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Warum gibt es eigentlich in Europa eine Absatzkrise?

    Am EURO kann es doch nicht liegen, denn der ist doch Garant für Frieden und Wohlstand.

  • Der Erfolg sei gegönnt.
    Da bleibt die Hoffnung, dass sich die bisherige Marktorientierung mal nicht in´s Gegenteil verkehrt.

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