China
Japanische Autozulieferer verurteilt

Zehn japanische Autozulieferer sind in China zu Strafzahlungen verurteilt worden. Nach Ansicht chinesischer Behörden haben die Firmen jahrelang Preisabsprachen getroffen. Bald könnte es auch deutsche Autobauer treffen.
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PekingZehn japanische Automobilzulieferer müssen in China wegen angeblich jahrelanger Preisabsprachen Strafe zahlen. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission teilte am Mittwoch mit, dass die zehn Firmen - unter ihnen Denso, Mitsubishi, Sumitomo oder NSK - zu einer Zahlung von insgesamt 1,24 Milliarden Yen (151 Millionen Euro) verpflichtet worden seien. Sie hätten in den Jahren 2000 bis 2011 regelmäßig die Preise für nach China gelieferte Auto-Ersatzteile abgesprochen. Der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV berichtete, es handle sich um die größte Strafzahlung für eine Gruppe von Unternehmen seit der Einführung der Antimonopolgesetze in China im Jahr 2008.

Zwei japanische Firmen, Hitachi Autoteile und Nachi, müssen keine Strafe zahlen; sie hätten mit den Behörden zusammengearbeitet und Beweise geliefert. Chinas Kartellbehörden ermitteln derzeit staatlichen Medien zufolge gegen mehr als tausend Hersteller, Zulieferer oder Händler in der Autobranche. Betroffen sind auch die deutschen Unternehmen Daimler, BMW und Audi. China ist der größte Automarkt der Welt. Die meisten Autos verkaufen ausländische Hersteller und ihre Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Firmen.

Seit dem vergangenen Jahr führt die chinesische Führung verstärkt Ermittlungen gegen ausländische Unternehmen. Kürzlich wurde ein Verfahren gegen den US-Softwareriesen Microsoft bekannt, dem chinesischen Medien zufolge bei seinem Betriebssystem Windows ein De-facto-Monopol vorgeworfen wird. Die chinesische Regierung betrachtet es als eine Art Monopol, wenn ein Unternehmen eine beherrschende Marktposition innehat und entsprechend hohe Preise setzen kann.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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