China
Toyota überholt Wettbewerber

Toyota legt in China stärker zu als die Konkurrenz. Der Absatz der Japaner wächst doppelt so schnell wie der Markt.

HB PEKING. Der zweitgrößte Autohersteller der Welt geht in diesem Jahr von einem Absatz von 300 000 Autos aus, was einem Zuwachs von mehr als 60 Prozent entsprechen würde. Auf der internationalen Autoausstellung in Peking kündigte Toyota-Vizepräsident Yoshini Inaba an, nächstes Jahr 400 000 Autos und damit 33 Prozent mehr verkaufen zu wollen.

Die Absatzvorhersage ist deutlich optimistischer als die der Konkurrenten Volkswagen oder General Motors, die ähnlich wie der Markt oder etwas schneller wachsen wollen. Nach Vorhersagen soll der chinesische Markt im nächsten Jahr zwischen 10 und 15 Prozent zulegen. In diesem Jahr sind bislang 27 Prozent Zuwachs verzeichnet worden, was sich wegen höherer Steuern und Benzinpreise aber bis Jahresende noch leicht abschwächen dürfte.

Anders als DaimlerChrysler oder Volkswagen, die in China eher moderne Dieseltechnologie fördern wollen, setzt Toyota auf Hybrid- Fahrzeuge mit Benzinmotor und Elektroantrieb. Inaba kündigte an, Anfang 2007 mehrere neue Hybrid-Modelle weltweit auf den Markt zu bringen. In dem Toyota-Werk in Guangzhou (Kanton) in Südchina könnten monatlich 300 Prius-Hybrid-Fahrzeuge hergestellt werden, berichtete der Vizepräsident für den Verkauf in China, Edward Ohlin.

Die umweltfreundlichen und benzinsparenden Hybrid-Wagen böten eine Lösung für die Umweltprobleme durch den rasant wachsenden Autoverkehr in China, sagte Ohlin. Es fehle derzeit an gutem Dieseltreibstoff mit niedrigem Schwefelgehalt für moderne Dieseltechnologie. Toyota bietet den Prius für umgerechnet 37 000 US-Dollar in China an, während kompakte mit Benzin betriebene Autos für etwa 4 000 Dollar zu haben sind. Seit dem Verkaufsstart in diesem Jahr sind monatlich erst gut 100 Hybrid-Auto des Typs Prius verkauft worden.

Chinesen bauen auch Hybrid-Wagen

Auch der chinesischer Autohersteller Chery stellte auf der Auto China erstmals ein selbst entwickeltes Hybrid-Fahrzeug vor. „Der chinesische Kunde wird das Auto akzeptieren“, zeigte sich der Vizedirektor für Marketing, Jin Yibo, zuversichtlich. Angaben über den Preis machte er nicht. Chery ist ein aufstrebender chinesischer Autoproduzent, der in Kooperationsgesprächen mit DaimlerChrysler steht, um einen Dodge für den amerikanischen Markt zu bauen.

Toyota baut unterdessen seine Fertigung in den USA weiter aus. In San Antonio im US-Bundesstaat Texas lief am Freitag die Produktion des großen Pickup-Modells „Tundra“ an. In das neue Werk haben die Japaner 1,28 Milliarden Dollar (rund eine Mrd. Euro) investiert. Die neue Autofabrik wird beim Erreichen der Gesamtkapazität von 200 000 Autos im Frühjahr 2007 insgesamt 2 000 Mitarbeiter beschäftigen. Toyota wird nach Konzernangaben 2008 eine Produktionskapazität in Nordamerika von zwei Millionen Autos haben, die in 15 Fabriken gefertigt werden. Der Konzern verkauft jährlich 2,5 Millionen Autos in Nordamerika und beschäftigt dort 40 000 Mitarbeiter.

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