China und die E-Autos Das große Zittern vor der Quote

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Bis 2018 rund 700.000 E-Autos oder Hybride auf Chinas Straßen
Diese E-Autos werden gekauft
E-Auto-Prämie
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In den ersten Tagen der Elektroauto-Prämie sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 718 Anträge eingegangen. Die Zahl entspricht nach Angaben der Behörde den Erwartungen, ist aber kein Vergleich zu der Antragsflug bei der Abwrackprämie vor ein paar Jahren: Dort waren in den ersten Tagen 150.000 Anträge eingegangen.

Renault und BMW profitieren
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Besonders profitieren von dem seit 2. Juli beantragbaren Zuschuss in Höhe von 4000 Euro für E-Autos und 3000 Euro für Plug-in-Hybride konnten Modelle von BMW und Renault.

Renault Zoe
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Am häufigsten wurde mit Hilfe der Prämie der Renault Zoe gekauft, 184-mal beantragten Käufer einen Zuschuss für den Elektro-Kleinstwagen.

BMW i3
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Auf dem zweiten Platz landet nach gut einer Woche der BMW i3, 127 Anträge wurden für den Kleinwagen gestellt, der ebenfalls von einem Elektromotor angetrieben wird.

BMW 225xe
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Mit deutlichem Abstand folgen auf Rang drei und vier zwei Plug-in-Hybrid-Modelle: Vom BMW 225xe wurden 80 Stück mithilfe der Prämie erworben...

Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid
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...das SUV Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid kommt auf 54 Käufe.

Kia Soul EV
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 Die Top 5 ergänzt der Kia Soul EV, für den 32 Käufer einen Zuschuss beantragten.

Nach seinen Berechnungen müssten 2018 rund 700.000 E-Autos und Hybride in China verkauft werden, um das Ziel zu erfüllen. „Das ist machbar. Einige Hersteller werden profitieren, andere werden leiden. Aber die Branche als Ganzes wird die Marke erreichen“, prognostizierte Cui. Das Fachmagazin „Bitauto“ schrieb hingegen unter Berufung auf Insider, Peking könne die neuen Regeln zwar formell 2018 einführen, würde jedoch keine Strafen gegen Firmen anwenden, die hinter den Vorgaben zurückblieben.

Klar ist: Egal ob die Quote in der ursprünglichen Fassung oder in einer entschärften Variante kommt, einige Autobauer werden profitieren, andere in Schwierigkeiten geraten. „Nur wenige Firmen werden die Ziele erfüllen können“, sagte Zhong Shi, Chefredakteur des Fachmagazins „Autor“. „Die deutschen Hersteller hängen weit zurück. Sie werden chinesischen Anbietern wie BYD Punkte abkaufen müssen. Das hilft Chinas Autobauern und erhöht die Kosten für die Deutschen“, hob Zhong hervor.

Die deutschen Autohersteller treffen die Regeln an einer empfindlichen Stelle. Denn bei Elektromobilität fahren sie ihren chinesischen Konkurrenten weit hinterher. Sie hatten das Thema über Jahre unterschätzt. Doch auch die Regierung in Peking mischt sich ein. „Internationale Autofirmen bekommen meist keine oder nicht die vollen Zuschüsse“, sagte Wübbeke. Deutschlands Autobauer seien benachteiligt.

Noch ist nicht gesagt, dass der jüngste Entwurf der Verordnung tatsächlich verabschiedet wird. Der deutsche Botschafter in China, Michael Clauss, sagte der Agentur Reuters, es gebe möglicherweise ein Missverständnis zwischen der politischen Führung und den Beamten, die den Entwurf ausarbeiten. Offiziell räumt Peking bis zum 27. Juni die Möglichkeit ein, noch Änderungswünsche einzureichen. Das lässt Berlin nicht viel Zeit.

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6 Kommentare zu "China und die E-Autos: Das große Zittern vor der Quote"

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  • Es mag natürlich auf Seiten der Chinesen industriepolitisches Kalkül dahinterstecken, aber: Ich finde es unerträglich, wenn Herr Gabriel und Frau Merkel die Verzögerungsstrategie der deutschen Autobauer umsetzen und die chineische Regierung an zukunftsorientierten Massnahmen hindern, die beispielsweise der Lufreinhaltung der dortigen smoggeplagten Grossstädte dienen.

  • Chapeau!, da bringen die Chinesen den deutschen Managerdilettanten und Politikern wenigstens den Respekt und Wertschätzung entgegen, die sie verdienen. Aber in Sonntagsreden immer mit den Fingern auf die angeblichen chinesischen Umweltfrefler zeigen, und wenn sie was dagegen tun, ist es auch nicht recht

  • HB : "Denn bei Elektromobilität fahren sie (deutsche Autobauer) ihren chinesischen Konkurrenten weit hinterher. Sie hatten das Thema über Jahre unterschätzt."
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    Nicht nur bei E-Autos fahren deutsche Unternehmen ihren chinesischen Konkurrenten weit hinterher, weil sie die Chinesen über Jahre unterschätzt haben.

  • Wenn ein süddeutscher Landesfürst etwas von einer Kaufprämie für Dieselsautos schwafelt, ist es nachvollziehbar, dass die Chinesen es sich noch einmal überlegen und ''F*ck you, Deutschland'' sagen werden.

  • Vor diesem Hintergrund könnte es sein, daß die Post demnächst zum grössten globalen E-Autobauer aufsteigt - mit angeschlossenem Briefverteilgeschäft... :)

    http://t3n.de/news/streetscooter-deutsche-post-814375/

    PS: das E-Mobil soll in jeder erdenklichen Farbe bestellt werden können, so lange sie gelb ist.

  • Klar hängen die deutschen Autobauer bei diesem Thema hinterher - hier war man ja viel zu sehr damit beschäftigt, die Schadstoffgrenzwerte für Verbrennungsmotoren zu umgehen.

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