China verschlafen
Opel will im Ausland stärker wachsen

Die deutschen Autobauer erwirtschaften im Ausland beträchtliche Umsätze – außer Opel. Dies möchte die GM-Tochter nun ändern und sich vor allem auf Russland konzentrieren. Der Aufholbedarf Opels ist enorm.
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BerlinWie kein anderer deutscher Auto-Hersteller hat Opel die Expansion ins Ausland verschlafen, will dies nun aber ändern. Vor allem in Russland erhofft sich der seit Jahren schwächelnde Konzern die nötigen Impulse. „Für Opel ist Russland von großer Bedeutung. Denn schon in wenigen Jahren könnte der russische Markt größer werden als der deutsche“, sagte der Chef der US-Mutter General Motors, Dan Akerson, laut Vorabmeldung in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“.

Opel-Chef Karl Thomas Neumann ergänzte: „In Russland haben wir im vergangenen Jahr über 80.000 Fahrzeuge verkauft. Wir sind fast doppelt so schnell gewachsen wie der Markt.“ Auch in der Türkei laufe es gut.

Ungleiche Entwicklung

Fahrzeugproduktion von Opel* in verschiedenen Ländern

in Tsd. Einheiten


Neumann betonte, Opel werde nicht von GM gehindert, seine Fahrzeuge, die im Gegensatz zu VW oder BMW keinen besonders guten Ruf genießen, ins Ausland zu verkaufen. Während andere Hersteller aber etwa vom rasanten Wachstum in China profitiert haben, spielt Opel dort nur eine Statistenrolle. Um im Reich der Mitte größer zu werden, müssten Hunderte Millionen Euro investiert werden, so Neumann.

Deshalb gebe es andere Prioritäten: „Vergangenes Jahr sind wir in Australien, Chile und Singapur gestartet. Dieses Jahr haben wir in den Vereinigten Arabischen Emiraten weitergemacht.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • BRAVO!
    Dieses ständig sich wiederholende OPEL-Bashing kann einem wirklich auf den Zeiger gehen.
    Ich vermute, dass sich hier einige Zeitgenossen "großtun" weil sie zuhause ein deutsches "Premiumfabrikat" vor der Garage stehen haben und seitdem die volle Anerkennung der Nachbarschaft genießen. Wahrscheinlich eine Firmenkarre mit Zuzahlung!
    Armes Deutschland.

  • "Im Jahr 2004 wechselte Neumann zur Continental AG, wo er als Mitglied des Vorstands das Ressort Continental Automotive Systems (CAS) übernahm. Ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit bei der Continental AG war die Übernahme der Automotive-Sparte von Siemens-VDO, wodurch die Continental AG zum zweitgrößten deutschen Zulieferer für Automotive-Elektronik wurde, hinter der Robert Bosch GmbH. Darüber hinaus erwarb er noch von seinem ehemaligen Arbeitgeber Motorola den Geschäftsbereich Automobilelektronik.

    Ab dem 1. September 2008 bis August 2009 war Karl-Thomas Neumann Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Continental. Davor war er bereits Mitglied des Vorstands des Konzerns sowie Technikvorstand. Aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die strategische Ausrichtung der Continental mit Conti-Großaktionär Schaeffler verließ Neumann auf eigenen Wunsch das Unternehmen." Quelle:Wikipedia
    Soviel zu Neumann...

    Wenn Ihnen die Opelmodelle nicht gefallen, ist das Ihr gutes Recht. Aber wieso Opel verdientermaßen den Bach runtergehen soll, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das aktuelle Design wurde mehrfach ausgezeichnet, die Qualität stimmt seit mindestens 15 Jahren wieder und Opel ist erster deutscher Hersteller, der ein Elektroauto auf den Markt gebracht hat usw.
    Finanzielle Schwierigkeiten haben auch andere europäische Volumenhersteller: Peugeot-Citroen, Renault, Fiat, Alfa-Romeo, Seat, Ford Europa, Volvo...schreiben alle rote Zahlen, teilweise sogar noch (weit) mehr als Opel.
    Opel war 2012 drittgrößte Einzelmarke in Europa.
    Also, warum soll Opel den Bach runtergehen?

  • Ich erinnere, daß er bei Conti achtkantig rausflog. Danach gings mit Conti kontinuierlich nach oben. Warum wohl?

    Sei es drum. Opel geht verdientermaßen den Bach runter. So oder so.

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