Chinesen profilieren sich in der Feinchemie
Hintergrund: Billighersteller bedrängen Europa

China ist einer der größten Nettoimporteure von Chemieprodukten und dürfte dies auf absehbare Zeit auch bleiben. Dessen ungeachtet sorgen chinesische Chemiehersteller in einigen Segmenten auch im Exportgeschäft für heftigen Wettbewerb und Druck auf die Margen.
  • Geringe Kosten

    : Chinas Chemieproduzenten spielen derzeit vor allem in der so genannten Feinchemie ihre Kostenvorteile aus. Dabei geht es um Vorprodukte für Arzneimittel, Pflanzenschutzmittel oder Ernährungszusätze. Diese Produkte zeichnen sich durch vergleichsweise hohe Preise und geringe Produktionsmengen aus. Transportkosten spielen daher nur eine untergeordnete Rolle.
  • Scharfer Wettbewerb

    : Ende der 90er-Jahre waren es vor allem Vitamin-C-Produkte, bei denen chinesische Anbieter für einen starken Preisverfall sorgten und damit mehrere europäische Hersteller zum Ausstieg aus dem Geschäft oder zur Verlagerung ihrer Produktion veranlassten. Bei Lysin, einem wichtigen Zusatzstoff für Futtermittel, haben chinesische Hersteller in jüngerer Zeit den Preiswettbewerb verschärft, was unter anderem den Feinchemiesparten von Degussa und BASF Ertragseinbußen bescherte. Angesichts weiterer Ausbaupläne rechnen Branchenkenner damit, dass die Preise noch stärker unter Druck geraten könnten. Pharmarohstoffe gelten als der nächste Produktbereich, in dem chinesische Produzenten ihre Position deutlich ausbauen werden. Die niederländische DSM-Gruppe plant vor diesem Hintergrund, einen Großteil ihrer Antibiotikaproduktion nach China zu verlagern.

    shf

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