Chinesischer Solarriese
LDK leidet unter Dumpingpreisen

Der Preisverfall macht auch chinesischen Solarkonzernen zu schaffen. Bei LDK bricht der Umsatz ein. Dennoch gibt der Hersteller die Hoffnung nicht auf - und rechnet mit einer Erholung der Nachfrage.
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BangaloreDer chinesische Solarriese LDK Solar geht angesichts des Preisverfalls in der Branche weiter von einem schwierigen Marktumfeld aus. Der Großaktionär der Konstanzer Sunways enttäuschte zum Jahresauftakt mit einem Verlust von 135,8 Millionen Dollar nach einem Gewinn in etwa gleicher Höhe im Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal hatten die niedrigen Preise allerdings noch deutlichere Spuren hinterlassen. Der Nettoumsatz schmolz im ersten Quartal um drei Viertel auf 200 Millionen Dollar.

Der Hersteller von Solarzellen und Modulen sieht allerdings einen Lichtstreif am Horizont. "Obwohl wir davon ausgehen, dass das schwierige Umfeld in der Solarindustrie in nächster Zeit anhält, erwarten wir, dass einige Märkte wie China im Laufe des Jahres mit einer Erholung der Nachfrage rechnen können", teilte LDK-Solar-Chef Xiaofeng Peng am Dienstag mit.

Für das zweite Quartal rechnet der Solarriese nun mit 220 bis 270 Millionen Umsatz und im Gesamtjahr mit 1,5 bis zwei Milliarden Dollar. Analysten waren allerdings im ersten Halbjahr von deutlich höheren Einnahmen ausgegangen. Um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen, hat der Konkurrent von First Solar und Renesola in diesem Jahr bereits mehr als 5000 Arbeitsplätze gestrichen.

Die einst erfolgsverwöhnte Branche ist seit dem vergangenen Jahr in der Krise und macht mit hohen Verlusten und Pleiten von sich reden. Deutsche Hersteller wie Solarworld machen unter anderem die Dumpingpreise der chinesischen Konkurrenten für die Misere verantwortlich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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