Chip-Hersteller: Qimondas Zukunft ist ungewiss

Chip-Hersteller
Qimondas Zukunft ist ungewiss

Die finanzielle Rettung des angeschlagenen Speicherchipherstellers Qimonda lässt weiter auf sich warten. Die Verhandlungen über die Verträge dauern an.

HB MÜNCHEN. Das sagte ein Firmensprecher am Mittwoch. Der Freistaat Sachsen, das Land Portugal und die Konzernmutter Infineon hatten dem Unternehmen eine Finanzspritze von insgesamt 325 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Darüber hinaus wird eine Bund-Länder-Bürgschaft über 280 Millionen Euro vorbereitet. Das sächsische Wirtschaftsministerium erklärte, die multilateralen Gespräche liefen noch. Wann es zu einer Einigung komme, sei nicht zu sagen.

Die Politik hat von Qimonda ein Konzept verlangt, wie die Firma ihre Zukunft sichern will. Infineon hat seiner verlustreichen Tochter, die es im Mai 2006 ausgegliedert hat, 75 Millionen Euro zugesagt. Infineon wollte sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern.

Qimonda hatte vor Weihnachten angekündigt, ohne finanzielle Hilfe noch im Auftaktquartal 2009 in Zahlungsnöte zu geraten. Die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 steht noch aus.

Der Hersteller von Speicherchips leidet unter dem weltweiten Preisverfall seiner Produkte. Die Dram-Chips, die vor allem in Computern und Unterhaltungselektronik eingesetzt werden, hatten zuletzt ihren Preissturz gestoppt. Eine Erholung des vom Überangebot gebeutelten Marktes hat aber noch nicht eingesetzt.

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