Chipanlagenbauer
Aixtron kommt nicht aus Verlustzone

Analysten hatten dem Chipanlagenbauer Aixtron für das erste Halbjahr viel zugetraut – zu viel. Das Unternehmen fährt weiter Verluste ein – zumindest weniger als im Vorjahr. Dennoch wird es langsam kritisch.
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DüsseldorfDer Chipanlagenbauer Aixtron schreibt weiter rote Zahlen und traut sich auch nach dem ersten Halbjahr keine Prognose für 2013 zu. Im zweiten Quartal habe das Unternehmen vor Zinsen und Steuern (Ebit) einen Verlust von 9,8 Millionen Euro eingefahren, teilte der Vorstand am Donnerstag mit. Damit fiel der Fehlbetrag allerdings geringer aus als das Minus von 16,5 Millionen Euro vor Jahresfrist. Dies sei auf Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen zurückzuführen, erklärte der im TecDax gelistete Konzern. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Verlust von 15,4 Millionen Euro gerechnet. Das Unternehmen hat angekündigt, in Deutschland mindestens jede fünfte der 550 Stellen zu streichen. Weltweit beschäftigt Aixtron über 900 Mitarbeiter.

Bei den Auftragseingängen verfehlte Aixtron im zweiten Quartal die Markterwartungen. Der Hersteller fuhr Bestellungen im Wert von 30,5 Millionen Euro ein - Analysten hatten mit fünf Millionen Euro mehr gerechnet. Es würden zwar kontinuierlich Überkapazitäten im Markt abgebaut, betonte das Management. „Dennoch bleibt es sehr schwierig abzuschätzen, wann und in welchem Maße eine Erholung der Auftragslage stattfinden wird.“ Daher sehe sich der Vorstand weiterhin nicht in der Lage, eine genaue Gesamtjahres-Prognose für Umsatzerlöse und Ebit-Marge abzugeben. Aixtron steckt wegen der mauen Nachfrage nach seinen Maschinen zur Herstellung von Halbleitern bereits seit längerem in der Krise. Der schwache Markt macht auch dem US-Konkurrenten Veeco zu schaffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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