Chrysler-Absatz eingebrochen
Amerikaner fahren wieder auf VW und Mercedes ab

Der Pkw-Absatz des deutsch-amerikanischen Autobauers Daimler-Chrysler ist im Juli in den USA um ein Drittel zurückgegangen. Besonders groß war das Minus bei der Marke Chrysler. Mercedes-Benz hat sich hingegen besser verkauft. Auch VW und Porsche legten zu. BMW litt hingegen unter der Flaute bei Geländewagen.

HB STUTTGART. Verkäufe des US-Konzernteils Chrysler mit den Marken Chrysler, Jeep und Dodge sackten um 37 Prozent auf 150 349 Fahrzeuge ab, wie Daimler-Chrysler am Dienstagabend in New York mitteilte. Von der Marke Mercedes-Benz wurden dagegen mit 21 591 Autos vier Prozent mehr als vor einem Jahr abgesetzt. Der Konzernabsatz fiel damit um 34 Prozent auf 171 000 Fahrzeuge.

VW ist hingegen im wichtigen US-Markt nach den Absatzeinbrüchen vergangener Jahre weiter gut unterwegs. Im Juli stieg der VW-Absatz um fünf Prozent auf 22 627 Fahrzeuge, wie die Volkswagen of Amerika mitteilte. Nach den ersten sieben Monaten ist der Absatz damit um 17,3 Prozent auf 138 672 Autos gewachsen.

Gut kam die Vermarktung des neuen Golf unter dem traditionellen Namen „Rabbit“ (Kaninchen) an. Von dem vor kurzem eingeführten „Rabbit“ wurden im Juli 2109 Autos ausgeliefert - der höchste monatliche Wert für ein Golf-Modell seit 2002, wie das Unternehmen betonte. Der „Rabbit“ war in den USA ursprünglich in den 70er und 80er Jahren verkauft worden. Für ältere Golf-Modelle gab es im Juli einen Rückgang von 27,7 Prozent auf 1240 Einheiten.

Geländewagen weniger gefragt

Bei dem Hoffnungsträger Passat gab es bei der Limousine einen Sprung von 93,9 Prozent auf 4193 Fahrzeuge. Bei dem meistverkauften VW-Modell, der Jetta-Limousine, ging der Absatz im Juli um 7,2 Prozent auf 9712 Einheiten zurück. Nach sieben Monaten gibt es aber noch ein Plus von 21,2 Prozent auf 63 037 Fahrzeuge. Vom Oberklassewagen Phaeton, der vom US-Markt wieder zurückgezogen werden soll, wurden im Juli nur noch neun Fahrzeuge (Vorjahr: 56) verkauft. Beim Geländewagen Touareg gab es einen Einbruch von 65 Prozent auf 636 Einheiten. VW macht im Nordamerika-Markt seit längerem Verluste.

Das teure Benzin hat in den USA insgesamt die Verkaufszahlen von Geländewagen gedrückt. Das hat auch zu einem Einbruch des Absatzes von BMW geführt. Auf dem größten Automobilmarkt der Welt seien im Juli zwölf Prozent weniger BMW und Mini verkauft worden, insgesamt 23 611, teilte der Konzern mit. Allein die Verkaufszahlen der Geländewagen-Modelle brach um 31,5 Prozent ein, aber auch von den BMW-Limousinen wurden 6,1 Prozent weniger abgesetzt. Die Mini-Verkaufszahlen gingen um 3,7 Prozent zurück. Nach den ersten sieben Monaten des Jahres hat BMW in den USA mit 180 857 verkauften Autos aber immer noch einen Vorsprung von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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