Industrie
Chrysler begräbt Pläne für jugendliche Automarke

Der US-Autohersteller Chrysler hat Pläne für eine auf junge Kunden zugeschnittene Billig-Automarke unter seinem Dach wieder verworfen.

HB DETROIT. „Es gibt derzeit keinen Plan, das zu tun“, sagte Chrysler-Chef Dieter Zetsche am Donnerstag in einem Interview mit Reuters. Zetsche räumte ein, dass es Überlegungen für eine dem Toyota-Ableger Scion vergleichbare Marke gegeben habe, Chrysler baue aber auf die bestehenden Marken „Jeep“ und „Dodge“, um eine junge Kundschaft anzusprechen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nicht eine weitere Marke in unserer Aufstellung brauchen“, fügte er hinzu.

Die Zeitung „Detroit News“ hatte in dieser Woche berichtet, dass Chrysler innerhalb von zwei bis drei Jahren mit einer neuen Marke starten könnte.

Chrysler hatte im abgelaufenen zweiten Quartal trotz eines wettbewerbsintensiven US-Marktes mit einem operativen Ergebnis von 561 Millionen Euro und einem Absatzanstieg um acht Prozent maßgeblich zur Verdreifachung des Daimler-Chrysler- Konzerngewinns beigetragen. Zetsche hatte mit der Ankündigung einer vorübergehenden Absatzschwäche im laufenden Quartal aber die Märkte irritiert. „Wir wollen mit einer starken Entwicklung - einem Absatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr - weitermachen, wie schon in den letzten drei Quartalen“, sagte er demgegenüber in dem Interview. Das gelte auch für den Juli. Chrysler habe im Juli dank neuer Modelle wie der erfolgreichen Limousine „300“ nicht mehr Rabatte geben müssen als im Monat davor. „Wir wollen den Abwärtstrend bei unseren Kaufanreizen noch unterstützen“, sagte Zetsche.

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