Chrysler, Ford und Volkswagen mit Absatzminus
Porsche und Mercedes geben in den USA Gas

Sehr unterschiedlich sind die Verkaufszahlen der große Automobilbauer in den USA ausgefallen. Während Porsche und Mercedes-Benz im August auf dem amerikanischen Markt zugelegt haben, mussten Ford und Chrysler im Vergleich zur entsprechenden Vorjahreszeit Verkaufsrückschläge hinnehmen. Zu den Verlierern gehört auch VW.

HB DETROIT. Bereinigt um die unterschiedliche Zahl der Arbeitstage im August 2004 im Vergleich zum Vorjahr konnten auch der deutsch-amerikanische Autobauer DaimlerChrysler und der BMW-Konzern den Absatz steigern. Die japanischen Autobauer Toyota und Honda verbuchten dagegen Rückgänge. Insgesamt wurden in den USA mit 1,429 Mill. Fahrzeugen arbeitstäglich bereinigt 5,4 % weniger verkauft als ein Jahr zuvor.

Während Volkswagen einen Einbruch der US-Verkäufe um 24,2 % bekannt gab, gingen die von Weltmarktführer General Motors mit sieben Prozent vergleichsweise moderat zurück. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford verbuchte einen Rückgang von knapp sechs Prozent. Die US-Konzerne kündigten daraufhin die Drosselung der Produktion im vierten Quartal an, um Lagerbestände abzubauen. Bei beiden Herstellern könnte dies Analysten zufolge die Ergebnisse belasten, da sie ihre Erlöse bereits bei der Auslieferung an die Händler und nicht erst beim Verkauf an die Endkunden verbuchen.

Die Berechnung der Veränderungsraten beim Absatz ist jeweils bereinigt um die unterschiedliche Zahl der Verkaufstage im August im Vergleich zum Vorjahr. Der August 2004 hatte 25 Verkaufstage im Vergleich zu 27 im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Beim Absatzeinbruch von Volkswagen dürfte sich nach Einschätzung von Branchenexperten erneut ausgewirkt haben, dass sich die beiden Hauptmodelle des Wolfsburger Konzerns in den USA, der Jetta und der Passat, in der letzten Phase ihrer Modellzyklen befinden und daher weniger verkauft werden. Die Ingolstädter Konzerntochter Audi meldete Verkaufseinbußen um 15,6 %.

Bei Porsche glichen der sportliche Geländewagen Cayenne und auch die 911er-Modellreihe Rückgänge beim Boxster mehr als aus. Der Absatz des Unternehmens legt um 21,6 % zu. Während der Verkauf der 911er-Baureihe um 27 % zulegte und vom Cayenne 24 % mehr verkauft wurden, sackte der Boxster den Angaben zufolge um 45 % ab. Sehr gefragt war der neue 911er, von dem in den ersten vier Tagen seit der Markt- Einführung am 28. August bereits 386 Fahrzeuge verkauft wurden.

Der Münchener BMW-Konzern steigerte seinen Absatz inklusive der Marke Mini um 14,7 %. Auch Daimler-Chrysler verbuchte ein Plus: Die Verkäufe von Chrysler legten um ein Prozent zu, die der Nobelmarke Mercedes gar um 10,5 %. Von den großen japanischen Autobauern hatte in diesem August Nissan die Nase vorn. Der Konzern konnte seinen US-Absatz um 7,3 % steigern. Honda büßte dagegen 7,1 % ein und der weltweit zweitgrößte Autobauer Toyota verkaufte 2,8 % weniger Fahrzeuge.

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