Chrysler
Senatoren stellen Chrysler-Rettung infrage

Die US-Autohersteller stehen kurz vor der Rettung. Der US-Kongress wird einer Milliardenhilfe vermutlich noch heute zustimmen. Im Hinblick auf Chrysler werden nun werden immer mehr Stimmen laut, warum nicht auch der Mehrheitseigentümer Cerberus einspringt. Die Wut wächst, weil die Steuerzahler zahlen und die Eigentümer profitieren.

HB NEW YORK. Senatoren werfen die Frage auf, warum die Regierung den angeschlagenen Autokonzern retten soll, wenn dies der Eigentümer Cerberus nichts selbst tue, wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) am Mittwoch berichtet. Auch wenn sich das Weiße Haus und die Demokraten am Vortag im Prinzip auf Kredite im Volumen von 15 Mrd. Dollar für die drei angeschlagenen US-Automobilhersteller geeinigt hätten, sei diese Frage ungelöst.

Der Republikanische Senator Chuck Grassley schrieb in einem Brief, er werde die Rettungsaktion für Chrysler solange nicht unterstützen, bis nicht Cerberus erklärt habe, warum sie nicht selbst die acht Mrd. Dollar zur Weiterführung von Chrysler zur Verfügung stellen könne.

Der Kongress solle die Vermögenswerte von Cerberus prüfen und die Frage klären, warum diese nicht für eine Rettung von Chrysler verwendet werden könnten. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass die vom Steuerzahler geleisteten Hilfen vor dem Zugriff durch Cerberus und anderen Chrysler-Investoren geschützt würden, schrieb der Senator.

Cerberus hatte über 80 Prozent an dem US-Autohersteller von der jetzigen Daimler AG vergangenes Jahr gekauft. Teile des Investments hatte Cerberus dann aber an Hedgefonds und andere Beteiligungsgesellschaften weiterverkauft.

Auch der Demokratische Abgeordnete Steve Kagen sprach sich gegen eine Chrysler-Rettung aus. Cerberus habe in seinem Heimatstaat Wisconsin zwei Werke geschlossen, und er könne es seinen Steuerzahlern nicht vermitteln, ihr Geld für einen solchen Investor zu geben, sagte Kagen.

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