Industrie
Chrysler spart zusätzliche Kosten ein

Der US-Automobilhersteller Chrysler ist bei der Kostensenkung in diesem Jahr deutlich besser vorangekommen als ursprünglich geplant, so Chrysler-Chef Dieter Zetsche.

HB STUTTGART. Nach dem im Frühjahr 2001 präsentierten Sanierungsplan sollten die Kosten bis Ende 2003 um 8,1 Mrd. Dollar gesenkt werden. „Mit der Gewinnwarnung im Juni haben wir uns als Ziel gesteckt, über diese Marke hinaus eine zusätzliche Milliarde Dollar einzusparen“, sagte Zetsche in einem Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstagausgabe). Das sei ein sehr anspruchsvolles Ziel gewesen. „Heute kann ich sagen, dass wir dieses erreichen werden“, sagte Zetsche weiter.

Deutliche Vorteile für das Unternehmen bringt laut Zetsche der vor kurzem mit der US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW abgeschlossene Tarifvertrag für die nächsten vier Jahre. Die mit dem Abschluss verbundene direkte Kostensteigerung sei deutlich moderater als in den vergangenen Verträgen, sagte Zetsche. Noch wichtiger sei, dass das Unternehmen mit dem neuen Vertrag mehr Flexibilität für die Neuausrichtung und Transformation des Unternehmens erhalten habe. Dies eröffne ein erhebliches Potenzial, hinsichtlich der Produktivität zu den Japanern aufschließen zu können, die in ihren US-Werken keine Rücksicht auf gewerkschaftliche Mitsprache nehmen müssten.

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