Claassen will Kündigungen mit drastischen Maßnahmen abwenden
EnBW-Chef für Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich

Zur Vermeidung einer Entlassungswelle bei Deutschlands viertgrößtem Energieversorger EnBW hat Vorstandschef Utz Claassen in einem Zeitungsinterview eine Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich vorgeschlagen.

HB KARLSRUHE. „Ich kann mir auch eine Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich vorstellen“, sagte der Chef der Energie Baden-Württemberg (EnBW) in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland“. „Es ist Sache der Arbeitnehmervertreter, ob sie durch ein solches Solidaropfer betriebsbedingte Kündigungen überflüssig machen wollen“, fügte er hinzu. Nach einem ähnlichen Modell hatte der Autohersteller VW in der Vergangenheit Entlassungen vermieden.

Claassen dementierte Angaben des EnBW-Betriebsrats, wonach der EnBW-Vorstand 3700 von 13 000 Stellen streichen wolle. Die angepeilte Reduzierung der Personalausgaben um 350 Mill. € lasse sich nicht nur durch Kündigungen sondern auch durch den Abbau übertariflicher Leistungen, Vorruhestandsregelungen oder die Beendigung befristeter Verträge erreichen. „Je größer die Einsparungen aus den übertariflichen Leistungen sind, desto weniger Personalabbau ist erforderlich“, sagte Claassen dem Blatt.

Nach einem erwarteten Milliardenverlust in diesem Jahr soll die EnBW 2004 laut Claasen wieder einen Gewinn erzielen. „Es muss unser Ziel sein, 2004 eine schwarze Zahl nach Steuern zu erreichen“, sagte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%