Clifford Chance betreut die meisten europäischen Deals
Rechtsberater sehen Trendwende im Übernahmegeschäft

Die auf Übernahmen und Fusionen (M&A) spezialisierten Berater blicken trotz eines enttäuschenden dritten Quartals in Deutschland zuversichtlich in die Zukunft. „Die Mandatsanfragen auch für größere Transaktionen nehmen wieder zu“, sagte Herbert Sturm, Leiter der M&A-Abteilung der internationalen Sozietät Linklaters.

HB FRANKFURT/M. Das M&A-Geschäft ist im dritten Quartal nicht so stark in Schwung gekommen, wie von vielen Experten erwartet. Zwar wuchs der Wert der europäischen Transaktionen nach Berechnungen des Finanzdienstleisters Mergermarket um 19 Prozent auf 127 Mrd.. Euro. Doch die Zahl der Deals fiel um 20 Prozent.

Dennoch glauben Experten, dass der deutsche M&A-Markt vor einer Trendwende steht. So stellt die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vor wenigen Wochen in einer Umfrage unter 100 führenden internationalen Unternehmen fest, dass 67 Prozent der befragten Vorstände optimistisch auf die weitere M&A-Entwicklung schauen. „Angesichts des langen Zeitraums, den ein Abschluss in der Regel erfordert, wird es allerdings noch mindestens zwölf Monate dauern, bevor wir sehen, in welchem Ausmaß sich die neue unternehmerische Zuversicht auf den Umfang zukünftiger M&A-Aktivitiäten auswirkt“, sagte Thomas Ehren, Leiter des Bereichs Coporate Finance bei KPMG in Deutschland.

Schwung bringen zur Zeit vor allem Finanzinverstoren, die sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite auftauchen. „Insbesondere Finanzinvestoren treiben den Markt derzeit nach vorne“, sagte Sturm von Linklaters. Auch bei Immobilientransaktionen, in der Bankenbranche und bei OutsourcingProjekten gebe es noch Potenzial.

Die meisten der deutschen Deals betreute Freshfields Bruckhaus Deringer. Auf die Sozietät entfielen im dritten Quartal laut Mergermarket 49 Transaktionen. Gemessen am Volumen musste das Haus allerdings den ersten Platz räumen und rutsche auf Rand drei ab. Auf Platz eins steht in dieser Kategorie Hengeler Mueller. „Wenn man bedenkt, dass in Deutschland die grenzüberschreitenden Mega-Deals, die wir normalerweise begleiten, nach wie vor dünn gesät sind, ist dies wiederum ein großer Erfolg“, sagte Oleg de Lousanoff, Partner bei Hengeler Mueller.

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