Co-Chef Enders
Airbus-Krise hat Konsequenzen für EADS

Der deutsche Co-Chef des Airbus-Mutterkonzerns EADS, Tom Enders, strebt in Folge der Krise um den Riesen-Jumbo A380 sowohl bei dem Flugzeugbauer als auch bei EADS selbst Konsequenzen und Strukturveränderungen an.

HB MÜNCHEN. „Die Krise bei Airbus ist auch eine EADS-Krise“, sagte Enders am Sonntag auf Anfrage. „Deshalb dürfen wir jetzt nicht zu kurz springen und nur persönliche Konsequenzen und Prozessveränderungen bei Airbus ins Auge fassen“, äußerte Enders mit Blick auf den gesamten Konzern.

Am Dienstag hatte Airbus weitere Zeitverzögerungen bei der Auslieferung des prestigeträchtigen A380 bekannt gegeben, die auch den Mutterkonzern bis 2010 mit insgesamt zwei Milliarden Euro belasten. Bereits am Dienstag hatten sich die beiden Chefs von EADS, Enders und der Franzose Noel Forgeard, ungewöhnlich deutlich zu der Krise geäußert.

Forgeard war zuletzt wegen des Verkaufs millionschwerer Aktienoptionen zunehmend in die Kritik geraten. Sowohl französische als auch die deutsche Finanzaufsicht prüfen das Geschäft. Während Politiker die EADS-Spitze unterstützten, blieb eine Rückendeckung der Großaktionäre bislang aus.

Bis Forgeard vor gut einem Jahr Co-Chef von EADS wurde, stand er an der Spitze von Airbus. In diese Zeit fiel auch die erste zeitliche Verzögerung beim Auslieferungsplan des A380, der mit zwölf Millliarden Euro Entwicklungskosten deutlich teurer wurde als ursprünglich geplant.

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