CO2-Ausstoß
Autobauer schießen sich auf schärfere EU-Abgasvorgaben ein

Wie umweltfreundlich kann Autofahren werden? Ab 2020 gelten in der EU neue Abgasvorgaben. Den deutschen Autoherstellen geht das zu weit. Greenpeace geißelt den Kompromiss als „Ärgernis“.
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Brüssel/BerlinDen deutschen Autoherstellern sind die neuen Abgasvorschriften der EU ein Dorn im Auge - sie fürchten um ihre Gewinne und Jobs. Der deutsche Branchenverband VDA kritisiert den ab 2020 geltenden Grenzwert scharf: Die EU habe offenbar nicht begriffen, dass die krisengeschüttelte Autobranche keine weiteren Belastungen verkraften könne, monierte Verbandschef Matthias Wissmann am Dienstag.

Neue Techniken zur Abgasminderung kosten viel Geld und rentieren sich für die Autobauer nicht, solange die Kundschaft nicht zugreift. Enttäuscht von dem Kompromiss zeigten sich auch Umweltschützer - ihnen ist der Grenzwert allerdings immer noch zu hoch.

Die Unterhändler der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments hatten sich am Montagabend darauf verständigt, das Limit für den CO2-Ausstoß für Neuwagen von 2015 bis 2020 von 130 Gramm je Kilometer im Schnitt auf 95 Gramm zu senken.

Dabei sollen die Hersteller eine Art Rabatt auf besonders emissionsarme Elektroautos und Hybridfahrzeuge bekommen: Diese können der Vereinbarung zufolge im Jahr 2020 bei der Ermittlung der Flottenwerte doppelt gezählt werden, bis 2023 sinkt der Anrechnungsfaktor auf eins.

Für die Mehrfach-Anrechung von Elektroautos hatte vor allem Deutschland gestritten. Die Bundesregierung hatte sich im Sinne der deutschen Autoindustrie für einen Anrechnungsfaktor von 3,5 eingesetzt, der bereits ab 2016 gelten und bis 2020 auf 1,5 sinken sollte. Damit sollte auch ein Anreiz gesetzt werden, um die bis dahin angestrebte Zahl von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu erreichen.

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  • Die Hybridfahrzeuge von Toyota/Lexus unterbieten mit 91gr/km in 2012 schon "gestern" den Grenzwert für 2020 (95gr/km).
    Traurig dass das ehemalige Technologieland nur noch auf Hybride und Grenzwerte schimpfen kann, dabei geht es doch um die Gesundheit und das Klima aller.

  • Wenn man die Emissionsvorgaben, diesen Eingriff in den Markt, akzeptiert, darf man sich gleich auf weitere Maßnahmen und Quoten gefaßt machen. Es gibt eine Menge an freiheitlichen Handlungen in der Marktwirtschaft, die der Öko-Grünen Gemeinde ein Dorn im Auge sind. Indem man solche "Quoten" einführt, hat der Staat den "Fuß in der Tür" und kann diese mit der Zeit immer teurer und unangenehmer machen, bis hin zum totalen Verbot. Wehret den Anfängen!

  • Zit: "...mehr verbrauchen als die überwiegend kleineren Wagen, die die französischen oder italienischen Autobauer herstellen. "Das ist ein Sieg der Südeuropäer", hieß es bei einem deutschen Autobauer." Solch einen "Sieg" nennt man einen Pyrrhus-Sieg : noch so einen Sieg und die Erbauer der billigen Kleinwagen sind endgültig erledigt. Wann begreift man endlich, dass der Reiz beim Autofahren nicht in der Ökonomie liegt sondern in feeling. Es ist völlig egal ob da sparsam, ökologisch oder verantwortungsbewusst gefahren werden könnte. Entscheident ist : wer kann es sich leisten ? Sparen sollen die Armen. In der Masse verbessert sich dann die Bilanz. Was Andere einsparen, können die, die nicht sparen müssen, raushauen ohne Rücksicht auf irgendwen. Es gibt so viele Millionäre weltweit, auch gutverdienende Firmen, die noble Firmenwagen anschaffen (und von der Steuer absetzen). Das ist der lukrative Markt, und wer Erfolg hat, hat recht ! Auch die Börsen zeigen es an, zurzeit ... .

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