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12.12.2007 

Die erneute Gewinnwarnung von Conergy bestätigt nach Einschätzung von SES Research die "schlimmsten Befürchtungen“. Nicht nur der Umsatz, insbesondere das EBIT werde massiv schlechter als erwartet ausfallen, sagte Analyst Karsten von Blumenthal. Neben der operativen Schwäche und den Restrukturierungsaufwendungen seien dafür auch eine Änderung der Wertansätze verantwortlich. Offenbar habe Conergy in der Bilanz bei den Vorratsposten oder Forderungen deutliche Abschreibungen vorgenommen.

Das Unternehmen steht nach Einschätzung des Analysten "am Rande des Abgrunds“. Positiv beurteilte von Blumenthal indes die eingeleiteten Gegenmaßnahmen. Insbesondere die Trennung von den nicht-strategischen Aktivitäten in den Bereichen Biomasse und Solarthermie sei begrüßenswert. Der Erfolg dieser Schritte bleibe aber erst einmal abzuwarten.

Ob der Turnaround gelinge werde sich ohnehin erst im zweiten Halbjahr zeigen, hieß es weiter. SES Research stufte die Aktie mit "Verkaufen“ ein und nannte ein Kursziel von 10 Euro.

Die Aktie hat bereits einige turbulente Wochen hinter sich: Nachdem der Investor Otto Happel seinen Anteil an dem angeschlagenen Solaranlagenhersteller auf gut fünf Prozent erhöht hatte, stieg der Aktienkurs Ende November zeitweise um über zwölf Prozent. "Das lockt auch andere Anleger in den Wert", kommentierte ein Händler am 26. November. Die gleichen Kursgewinne nutzten andere Investoren jedoch sofort zum Ausstieg: Die Aktie ging an dem Tag nur 2,4 Prozent höher aus der Sitzung. Von Vertrauen also keine Spur.

Die Aktie des Solar-Unternehmens hatte nach einer Gewinnwarnung im dritten Quartal bereits zwei Drittel an Wert verloren. Hinzu kommt, dass sich Conergy noch immer nicht genügend Silizium für das kommende Jahr gesichert hat. Das Management ist zuletzt weit optimistischer gewesen als die Analysten, bei denen auch in nächster Zeit nicht mit positiven Einschätzungen zu rechnen ist.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Happel und Descaves kauften zu

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