Conti-Schlauchtochter
ContiTech nimmt weitere Zukäufe ins Visier

Abhängig von der Autoindustrie traut sich der Schlauchspezialist in diesem Jahr ein solides Wachstum zu. Expandieren wolle das Unternehmen nicht zuletzt auch durch gezielte Zukäufe – allerdings nicht in großem Stil.
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HannoverDer Schlauchspezialist ContiTech will seinen Umsatz in diesem Jahr erhöhen und setzt dabei auch auf weitere Zukäufe. Im vergangenen Jahr habe die Tochter des Autozulieferers Continental ihre Erlöse um knapp vier Prozent auf 3,7 Milliarden Euro ausgebaut, sagte ContiTech-Chef Heinz-Gerhard Wente am Dienstag auf der Hannover Messe. "Nach Verlauf des ersten Quartals trauen wir uns zu, dass wir ein ähnliches Wachstum auch in 2013 erreichen werden." Dies hänge aber davon ab, wie sich die Automobilindustrie im zweiten Halbjahr entwickele. Die Autohersteller sind immer noch die wichtigsten Kunden des Unternehmens aus Hannover.

ContiTech wolle weiter expandieren, betonte der Manager. "Durch organisches Wachstum, aber auch durch gezielte Zukäufe. Wir wollen in den zukunftsorientierten Industrien und internationalen Märkten wachsen." Als Beispiele nannte er Asien sowie Nord- und Südamerika. Er machte jedoch deutlich, dass es dabei nicht um Milliardenübernahmen gehe. Im vergangenen Jahr hatte ContiTech seine Marktposition mit Zukäufen und dem Bau neuer Werke ausgebaut.

Insgesamt investierte das Unternehmen 151 Millionen Euro - 40 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Profitieren will Wente von den anziehenden Geschäften in Nordamerika. "Die Nachfrage der Automobilhersteller in Nordamerika ist groß, die Zahl der produzierten Kunstoffrohre soll sich bis Ende 2013 gegenüber 2012 vervierfachen."

ContiTech beschäftigt rund 28.000 Mitarbeiter und ist eine von fünf Divisionen der im Dax notierten Continental AG. Die Tochter erzielt etwa 66 Prozent ihres Umsatzes in Europa. Die Märkte in Asien und Amerika kommen auf einen Anteil von 16 beziehungsweise 17 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Bei der Schaeffler AG, die Anteile der Continental hält, sind ähnliche Trends zu beobachten. Hier konnte in der Marktregion Nordamerika sogar ein Umsatzplus von 18% verzeichnet werden, auch in Asien gibt es konstante Steigerungen.

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