Conti-Übernahmeversuch
Bain Capital war treibende Kraft

Hinter dem gescheiterten Versuch eines Private-Equity-Fonds, den Autozulieferer und Reifenhersteller Continental zu übernehmen, steht Finanzkreisen zufolge der US-Finanzinvestor Bain Capital.

HB FRANKFURT. Zwei mit der Situation vertraute Personen bezeichneten am Mittwoch die Beteiligungsgesellschaft als die treibende Kraft. Auch in mehreren anderen Medienberichten wurde Bain Capital genannt. Einem Bericht der „FAZ“ zufolge wollten die Amerikaner für die Transaktion mit drei bis fünf anderen Finanzinvestoren eine Allianz bilden. Das Blatt nannte Blackstone, KKR, Apollo, Permira und die Texas Pacific Group als mögliche Mitglieder des Konsortiums. Bain und Continental waren zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Continental, an der Börse mit mehr als 13 Mrd. Euro bewertet, hatte am Dienstag erklärt, ein Private-Equity-Investor habe das Unternehmen angesprochen und ein Übernahmeangebot geprüft. „Dieser noch in seinem sehr frühen Stadium befindliche Prozess wurde einvernehmlich beendet“, hieß es. Namen nannte Continental nicht. Die Aktie des Unternehmens aus Hannover hatte am Dienstag zeitweise deutlich von der Nachricht profitiert und bis zu fünf Prozent zugelegt.

„Wir betrachten das Interesse privater Investoren als Beleg für die Attraktivität von Continental und der dem Unternehmen zugeschriebenen Zukunftsperspektiven“, kommentierte Vorstandschef Manfred Wennemer die Übernahmepläne.

Dass es gerade Conti getroffen hat, wundert in der Branche indes nicht. Das Unternehmen ist gering verschuldet, hat zu viele Barmittel und ließe sich zudem zu einem Weiterverkauf in drei Einheiten filetieren. Die Sparten Reifen, Automotive Systems mit Produkten wie Anti-Blockier-System (ABS) sowie Conti-Tech mit Industrieangeboten wie Förderbändern und Luftfedern für LKWs sind nicht sehr eng miteinander verzahnt.

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