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08.10.2008 
Schuldenlast soll auch Verkauf von Contitech erzwingen

Conti will offenbar Reifensparte abstoßen

Während der Übernahme von Continental durch die Schaeffler-Gruppe waren die Aussagen eindeutig: Conti soll als Ganzes erhalten bleiben. Nun könnte sich das laut einem Zeitungsbericht ändern: Conti prüfe sowohl den Verlauf der Reifensparte als auch der Abteilung Contitech.

HB DÜSSELDORF. Hintergrund sei die hohe Schuldenlast, die nach der Übernahme durch Schaeffler auf Continental lasten wird. Daher lotet der Automobilzulieferer laut der „Financial Times Deutschland“ den Verkauf der Reifensparte aus. Demnach habe Conti die Investmentbank Perella Weinberg beauftragt, sich auf Käufersuche zu machen.

Eine mit der Situation vertraute Person sagte dem Blatt, Conti wolle zunächst feststellen, ob ein solcher Schritt in dem gegenwärtigen Marktumfeld überhaupt möglich sei. Neben der Reifensparte gehe es auch um den Geschäftsbereich Contitech.

Offenbar wächst der Druck des Hauptaktionärs Schaeffler auf den Dax-Konzern, den Schuldenberg schnell abzubauen, um die Transaktion zu erleichtern. Denn die Branchenflaute und die Finanzkrise sorgen dafür, dass der Deal Schaeffler deutlich teurer kommt als gedacht.

Börsianer reagierten teilweise mit Überraschung: Zwar gäbe es seit längerem das Gerücht, dass Continental dürften Händlern die Reifensparte verkaufen will. Aber der geplante Verkauf von Contitech sei neu. „Das könnte positiv auf die Aktie wirken, wenn die Pläne konkreter werden“, sagte ein Händler.

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