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12.12.2008 
Gegenseitige Vorwürfe

Conti wirft Schaeffler Einmischung vor

Der fränkische Wälzlagerhersteller Schaeffler mischt sich nach Angaben des Zulieferers Continental in dessen Gespräche mit Banken ein. "Wir haben Kenntnis bekommen von einem Brief der Geschäftsführung der Schaeffler-Gruppe an gleich mehrere unserer Banken.

HANNOVER/HERZOGENAURACH. In diesem Schreiben versucht die Schaeffler Gruppe eindeutig, Einfluss auf die von Continental proaktiv betriebenen Gespräche über die nachhaltige Absicherung unserer Finanzierung zu nehmen", sagte der Continental-Chef Karl-Thomas Neumann am Freitag in Hannover. "Dieser Schritt ist ein massiver Eingriff in die souveräne und unabhängige Geschäftsführung der Continental. >/P>

Das Vorgehen der Schaeffler Gruppe hat uns irritiert, weil diese damit unseres Erachtens eindeutig gegen den Geist der gemeinsam erarbeiteten Investoren-Vereinbarung verstößt. Diese Intervention erfolgt obendrein zu einem Zeitpunkt, an dem eine Freigabe der EU-Kommission noch nicht vorliegt."

Kreisen zufolge hat Schaeffler in dem Schrieben eine Einbindung in die Kreditgespräche von Continental gefordert. Zudem seien die Franken davon überzeugt, dass es sinnvoller gewesen wäre, die Gespräche nach Abschluss der Übernahmeofferte zu führen. Schaeffler war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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