Continental

Autozulieferer bereitet sich auf Zukäufe vor

Der Autozulieferer Continental sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Konzern will beim Umsatz erneut schneller wachsen als der Markt. Vorstandschef Degenhardt kündigt weitere Zukäufe an.
Update: 03.03.2016 - 09:08 Uhr
Der Autozulieferer sieht sich bei seinen Zielen auf Kurs. Quelle: dpa
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Der Autozulieferer sieht sich bei seinen Zielen auf Kurs.

(Foto: dpa)

HannoverDer Autozulieferer Continental bereitet weitere Zukäufe vor. „Wir wollen in diesem Jahr konsequent und fokussiert die Chancen erschließen, die sich uns durch neue, digitale Mobilitätskonzepte eröffnen“, kündigte Vorstandschef Elmar Degenhart am Donnerstag bei der Präsentation der Bilanz 2015 an. Er verwies auf das pralle Liquiditätspolster von 5,2 Milliarden Euro. Conti wolle neue Geschäftsfelder erschließen. Welche Zukäufe er genau plant, ließ Degenhart zunächst offen.

Im vergangenen Jahr hatte der Dax-Konzern aus Hannover die Übernahme des amerikanischen Kautschuk- und Kunststoffspezialisten Veyance für 1,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Wenige Monate später verleibten sich die Niedersachsen den Softwarespezialisten Elektrobit Automotive in Erlangen für 600 Millionen Euro ein. Den größten Teil der Zukäufe bezahlten Conti aus der Kasse. Die Netto-Finanzschulden kletterten um etwas mehr als 700 Millionen Euro auf 3,5 Milliarden Euro.

Den Gewinn steigerte der nach Bosch weltweit zweitgrößte Zulieferer dank hoher Nachfrage seiner Kundschaft aus der Automobilindustrie in Europa und den USA im vergangenen Jahr kräftig. Der Nettogewinn kletterte um 14,8 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Die Dividende wird um 50 Cent auf 3,75 Euro je Aktie erhöht.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Im laufenden Jahr will Continental den Umsatz organisch um fünf Prozent auf 41 Milliarden Euro steigern und die Rendite über 10,5 Prozent halten. Im abgelaufenen Jahr waren 11,8 Prozent vom Erlös als operativer Gewinn übrig geblieben. Das Management ist zu Jahresanfang regelmäßig beim Ausblick noch vorsichtig und konkretisiert diesen im weiteren Verlauf.

  • dpa
  • rtr
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