Continental Autozulieferer rechnet mit kräftigem Umsatzplus

Continental hat im abgelaufenen Jahr seinen Nettogewinn um knapp drei Prozent gesteigert. Für 2017 sieht sich der Autozulieferer auf Kurs. Konzernchef Degenhardt peilt einen Umsatzanstieg auf 43 Milliarden Euro an.
Update: 02.03.2017 - 09:36 Uhr Kommentieren
Der Autozulieferer sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Quelle: dpa
Continental-Produktion in Nürnberg

Der Autozulieferer sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen.

(Foto: dpa)

HannoverDer Autozulieferer Continental sieht sich dank robuster Finanzen gut gerüstet für steigende Investitionen in die Elektromobilität und neue Dienstleistungen. „Continental ist finanziell grundsolide und technologisch stark aufgestellt. Wir sind fit für die Zukunft“, sagte Konzernchef Elmar Degenhart am Donnerstag bei der Bilanzpräsentation.

Das Umfeld werde zwar wirtschaftlich und politisch herausfordernder, der Start ins neue Jahr habe jedoch die selbst gesteckten Ziele für 2017 bestätigt. Im laufenden Jahr will der Dax-Konzern aus Hannover den Umsatz um sechs Prozent auf mehr als 43 Milliarden Euro steigern. Die bereinigte operative Rendite soll erneut über 10,5 Prozent liegen.

Im vergangenen Jahr kletterte der Aufwand für Forschung und Entwicklung um fast 15 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, wie Finanzvorstand Wolfgang Schäfer mitteilte. Grund dafür sei unter anderem ein höherer Bedarf an Software. Dem stünden jedoch geringere Investitionen in Anlagen und Maschinen gegenüber.

„Die Vergangenheit zeigt, dass dies unsere Ergebnismargen in der Automotive Group nicht negativ beeinflusst und die resultierende Wertschöpfung steigt.“ Schäfer verwies zudem auf das dicke Liquiditätspolster von sechs Milliarden Euro. „Die zur Verfügung stehenden Mittel räumen uns Flexibilität und großes Reaktionsvermögen ein.“

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Im abgelaufenen Jahr hatten Kosten für Rückrufe, Kartellstrafen und ein höherer Aufwand für die Entwicklung den operativen Gewinn des nach Bosch weltweit zweitgrößten Autozulieferers geschmälert. Trotz der Belastungen von insgesamt fast einer halben Milliarde Euro sank der Betriebsgewinn nur marginal um ein halbes Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro.

Der Umsatz legte zugleich um gut drei Prozent auf 40,5 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn kletterte um knapp drei Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Daraus sollen Anteilseignern je Aktie eine um 50 Cent auf 4,25 Euro erhöhte Dividende zufließen, die fünfte Erhöhung in Folge.

  • rtr
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