Continental
Bischoff stützt Koerfer bei Continental

Die Arbeitnehmerseite von Continental hält trotz der Einwände eines Aktionärs an Rolf Koerfer als Aufsichtsratschef fest. Der kommissarische Conti-Chefkontrolleur Werner Bischoff sieht seine Hauptaufgabe darin, die Wahl Koerfers zu organisieren. Bischoff stellt im Gespräch mit dem Handelsblatt aber auch klare Forderungen an die Schaeffler-Gruppe.

Herr Bischoff, hat Sie der vollständige Abgang von Contis langjährigem Chefaufseher Hubertus von Grünberg überrascht?

Wir sind davon ausgegangen, dass er auch nach der Hauptversammlung im April dabei sein sollte. Die Entscheidung bedauern wir. Herr von Grünberg wäre eine große Hilfe für die Ausgründung der Rubber Group gewesen. Seine Expertise und seine Verbindungen werden uns fehlen. Jetzt müssen wir uns neu aufstellen.

Was ist Ihr Ziel als kommissarischer Aufsichtsratschef?

Meine vordringliche Aufgabe besteht darin, eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates zur Wahl von Herrn Koerfer als Aufsichtsratschef zu organisieren, sobald das Landgericht Hannover über sein Bestellung entschieden hat.

Die Einwände eines Conti-Aktionärs gegen die Bestellung des Schaeffler-Vertrauten in das Conti-Gremium haben das Verfahren verzögert. Halten Sie dennoch an Koerfer fest?

Wir erwarten, dass es keine Benachteiligungen für Conti durch sein Verhalten gibt, und stellen uns auf eine längere Spanne mit Herrn Koerfer ein.

Herr von Grünberg wirft Schaeffler vor, die Investorenvereinbarung mit Conti gebrochen zu haben. Stimmt das?

Ob und inwiefern die Investorenvereinbarung gebrochen worden ist, wird zu klären sein. Das ist die Aufgabe von Gerhard Schröder als Garant der Vereinbarung.

Was erwarten Sie von Schaeffler?

Für die Menschen bei Conti ist es wichtig, aus der Konzeptionsleere zu kommen. Sie fordern endlich einen Plan. Wir brauchen eine vertrauensbildende Maßnahme von Frau Schaeffler.

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