Continental/Schaeffler
Schaeffler-Vertrauter Koerfer war informell dabei

Trotz der vom Landgericht Hannover blockierten Bestellung von Rechtsanwalt Rolf Koerfer in den Aufsichtsrat von Continental spielte der Vertraute von Großaktionärin Schaeffler ein wichtige Rolle im Vorfeld der Sitzung am Freitag.

HAMBURG. Koerfer nahm an einem informellen Treffen mit den Räten teil, erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen des Aufsichtsgremiums. Der Schaeffler-Intimus nutzte die separaten Zusammenkünfte der Kapital- und Arbeitnehmerbänke am Donnerstagabend, um mit den Kontrolleuren zu sprechen.

Teilnehmer aus dem Arbeitnehmerlager berichten von heftigen Worten Koerfers gegen den am Tag darauf zurückgetretenen langjährigen Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg. Koerfer sollte eigentlich am Freitag zum Nachfolger von Grünbergs gewählt werden. Aufgrund einer vorläufigen formellen Entscheidung des Gerichtes konnte der Düsseldorfer Partner der Kanzlei Allen & Overy allerdings nicht an der Sitzung der Conti-Kontrolleure in Frankfurt teilnehmen - und zum Ärger von Schaeffler nicht wie geplant zum Chef des Gremiums gewählt werden. Kommissarisch übernimmt nun Vize Werner Bischoff von der IG BCE das Amt.

Das Landgericht Hannover hat eine Frist für die Stellungnahmen der Räte zu Koerfers Bestellung bis Dienstag kommender Woche gesetzt, bevor es sich abschließend inhaltlich äußern will. Aufsichtsratskreise gehen weiterhin von einer Entscheidung zugunsten Koerfers aus. Der könnte dann auf einer außerordentlichen Versammlung des Conti-Rates gewählt werden, hieß es. Spätestens auf der Hauptversammlung am 23. April in Hannover dürfte es soweit sein, sofern die Schaeffler Kredit gebenden Banken dies zulassen: Der Anwalt steht auf der am Freitag veröffentlichten Nominierungsliste für den Aufsichtsrat.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur
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